
Der Trend zu niedrigerem Wärmebedarf sowohl im Neubaubereich als auch bei der Altbaumodernisierung wird sich in Zukunft noch verstärken. Der Markt fordert zunehmend Heizkessel mit kleinerer Leistung bei höchster Effizienz und niedrigen Emissionen. Ölheizkessel mit Druckzerstäuberbrennern mit ihrer gegenwärtigen Leistungsuntergrenze von etwa 14 kW sind im Hinblick auf eine wärmebedarfsgerechte (an die Außentemperatur angepasste) Leistungsdarbietung nicht verfügbar. Der Marktvorteil des Erdgases - hier sind seit längerer Zeit Wärmeerzeuger mit Vormischbrennern auf dem Markt, die mit modulierender Betriebsweise hohe Nutzungsgrade erreichen - hat die Windhager Zentralheizung angespornt, eine adäquate Technologie zu entwickeln, deren Ergebnis auf der ISH vorgestellt wurde.
Die Niedrigenergie-Ölkessel Mira mit Nennwärmeleistungen von 10,9 bzw. 14 kW der Fa. Windhager Zentralheizung mit dem neuen modulierenden Vormischbrenner für Heizöl EL lösen die vom Markt gestellten Anforderungen nach Anpassungsfähigkeit mit hoher Energieeffizienz und niedriger Emission in hervorragender Weise. Der Wirkungsgrad bei 30% Teillast ist der für die Raumheizung aussagefähigste, weil dieser Wert die mittlere Auslastung über die Heizperiode repräsentiert; er liegt bei 95,6 bzw. 94,9% bezogen auf den unteren Heizwert. Bezogen auf den Brennwert ergibt dies eine Energieausnutzung, die sogar über der europäischen Mindestanforderung für Gasbrennwertkessel liegt. Die Verbrennungsluft wird drucklos -und damit nahezu lautlos zugeführt. Der Brennstoff Heizöl wird mittels Rotationssystem in die Vormischkammer eingebracht und über den Siedepunkt hinaus erhitzt. Bei der Verbrennung über der Oberfläche des Flammrohres bildet sich der charakteristische stahlblaue Flammenteppich mit kurzen Flammenkegeln aus, dem typischen Merkmal einer emissionsarmen Verbrennung. Die Schadstoffemissionen liegen dementsprechend deutlich unter den nationalen Grenzwerten. Durch die modulierende Betriebsweise des Brenners bis auf ca. 40% der Nennleistung herab, wird die Stickoxidemission nochmals mehr als halbiert. Herkömmlichen Ölkesseln ist diese Betriebsweise fremd. Sie kennen nur zwei Betriebszustände: Ein oder Aus. So kommt es folglich zu längeren Stillstandszeiten mit dementsprechenden Verlusten und zu häufigeren Brennerstarts, die sich ungünstig auf die Schadstoffbilanz auswirken. Beim Mira wird sowohl die Brennstoff- als auch die Luftzufuhr ebenso wie die Leistung durch Mikroprozessoren stufenlos geregelt. Daraus resultiert ein nach DIN 4702-8 ermittelter Norm-Emissiosfaktor für NO, von nur 60 mg/kWh. Praktische Formgebung, kompakte Abmessungen und die schon erwähnte Geräuscharmut prädestinieren den Mira auch für die Aufstellung in einem beheizten Raum. Der Mira stellt eine hochinteressante Alternative für alle diejenigen dar, die ein hochwertiges, emissionsarmes und energieeffizientes Qualitätsprodukt zur Beheizung von Objekten mit niedrigem Wärmebedarf suchen.