Eine neue Analyse von Techem zu den Heiz- und Warmwasserkosten in der Saison 2006/2007 hat ergeben, dass man in Ulm mit den höchsten Heizkostenanstiegen zu kämpfen hatte.
Der Heiz- und Warmwasserkosten- Vergleich Teil 1. Quelle: Techem
Der Heiz- und Warmwasserkosten-Vergleich Teil 2. Quelle: Techem
Heizen mit Öl ist in der Region Bremen, Marburg, Kassel und Düsseldorf am teuersten: 855 Euro waren in Bremen in der Heizperiode 2006/2007 für eine 70 Quadratmeter-Wohnung pro Jahr aufzuwenden, 843 im Großraum Marburg (79 m2), 814 in Kassel (74 m2) und 813 Euro in der Region Düsseldorf (72 m2). Am günstigsten kamen (neben Chemnitz, Erfurt und Leipzig) die Bewohner der Region Schwerin davon: Sie zahlten 537 Euro für 57 m2. Im Schnitt mussten die Deutschen 769 Euro für ihre warme Stube (71 m2) zahlen – gegenüber von vor drei Jahren (585 Euro) ist das eine Steigerung um 32 Prozent. Trotz eines knapp 20-prozentigen Anstiegs der Heizölpreise von 0,46 Euro pro Liter (Heizperiode 05/06) auf 0,55 Euro pro Liter in 06/07 stiegen die Heiz- und Warmwasserkosten im Vergleich zum Vorjahr nur um 5,1 Prozent an. Diese Daten ermittelte Techem, Europas führendes Dienstleistungsunternehmen bei Erfassung und Abrechnung von Energie und Wasser, aus den Heizkosten von rund 410.000 Wohnungen in 40.000 Mehrfamilienhäusern.
Dass die Preisentwicklung des Heizöls nicht voll durchgeschlagen ist, verdanken die Haushalte dem um 10,6 Prozent gesunkenen Energieverbrauch und den konstant gebliebenen Nebenkosten wie Wartung, Strom, Schornsteinfeger u. a. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. In diesem Zusammenhang spielt auch die Wohnungsgröße eine Rolle.
Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: „Zwar lässt der bisherige Winterverlauf wieder auf moderate Heizkosten für die bald auslaufende Heizperiode hoffen. Verlassen sollte man sich darauf nicht – auch die weitere Entwicklung der Energiepreise kann noch Überraschungen bringen. Wir können nur immer wieder raten, nachhaltig verbrauchsbewusst und sparsam zu heizen – auch unserem Klima zuliebe!"
Den höchsten Anstieg der Heiz- und Warmwasserkosten hatten die Regionen um Ulm (11,0 Prozent), Münster (9,6) und Bremen (8,4). Vergleichsweise glimpflich kamen die Regionen um Regensburg (1,4), Hannover und Nürnberg (1,7) und Mannheim (1,9 Prozent) davon.
Im Einzelnen ermittelte Techem regional diese Heiz- und Warmwasserkosten: Augsburg: 777 Euro (plus 2,6 Prozent), Bayreuth: 757 (5,7), Berlin: 806 (4,3), Braunschweig: 713 (3,6), Bremen: 855 (8,4), Chemnitz: 659 10,9), Dresden: 735 (12,7), Düsseldorf: 813 (4,6), Erfurt: 642 (8,8), Essen: 759 (4,3), Frankfurt am Main: 809 (7,4), Freiburg: 764 (4,8), Hamburg: 768 (6,5), Hannover: 720 (1,7), Kassel: 814 (3,7), Kiel: 801 (7,8), Koblenz: 753 (3,9), Köln: 781 (5,0), Leipzig: 587 (11,8), Mannheim: 762 (1,9), Marburg: 843 (7,4), München: 701 (5,1), Münster: 756 (9,6), Nürnberg: 7,32 (1,7), Regensburg: 729 (1,4), Rosenheim: 746 (4,8), Schwerin: 537 (10,0), Siegen: 782 (4,8), Stuttgart: 787 (4,7), Ulm: 769 (11,0), Würzburg: 761 Euro (minus 2,2 Prozent).