Wie gestaltete sich die aktuelle Entwicklung der Rohölimporte gegenüber der des Vorjahres, wie entwickelte sich der Preis und welches sind die wichtigsten Lieferländer? Der monatliche Blick auf das Öl gibt die Antworten.
Die Aufteilung der im März 2008 insgesamt eingeführten 9.787 Mio Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland. Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurden 9,8 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland im März 2008 eingeführt. Das waren 7,3% mehr als ein Jahr zuvor (9,1 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im März 504,26 Euro und lag damit um 46,9% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (343,34 Euro). Gegenüber Februar (483,51 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 4,3% gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im März auf 4,9 Milliarden Euro und lag damit um 1,8 Milliarden Euro höher als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des 12-Monatszeitraums April 2007 bis März 2008 mit der entsprechenden Referenzperiode April 2006 bis März 2007
- sanken die Rohöleinfuhren um 3,3% von 110,3 auf 106,6 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 45,8 Milliarden Euro um 5,3 Milliarden Euro höher aus;
- lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 429,96 Euro (vorher 367,61 Euro) im Schnitt um 17,0% höher.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 29 Lieferländern (siehe Tabelle!) waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (34,0 Millionen Tonnen), Norwegen (15,8 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,2 Millionen Tonnen), Libyen (11,2 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,7 Millionen Tonnen). 28,2% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 20,6% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.