Die Ölheizung ist das beliebteste Heizsystem der Österreicher und baut ihren Marktanteil weiter aus. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Erhebung des Österreichischen Statistischen Zentralamtes (ÖSTAT). 1999 heizten 925.200 Haushalte in Österreich mit Öl, das sind gut 61.000 Haushalte mehr als zwei Jahre zuvor. Die Ölheizung baute damit ihren Marktanteil von 27,4 auf 28,7% (inkl. 1% Flüssiggas) aus und bleibt weiterhin die Nummer eins am heimischen Wärmemarkt.

Der große Verlierer unter den Heizenergieträgern ist die Kohle. Ihr Anteil sank seit 1997 von 182.200 Haushalten (5,8%) auf nunmehr 120.200 Haushalte (3,7%). Damit verglühte die Anzahl der Kohleheizungen in den vergangenen 17 Jahren um mehr als 80%. Ebenfalls rückläufig ist der Anteil der Stromheizungen.
Wenig erfolgreich sind bislang auch die massiven und zum Teil unwirtschaftlichen Förderungen heimischer Energiepolitiker für die Biomasse: Holz als Energieträger stagniert seit Jahren hartnäckig bei einem Marktanteil von rund 16%. Marktanteilsgewinne verzeichneten neben der Ölheizung hingegen die Fernwärme - vor allem im städtischen Bereich - und Erdgas, das mit 882.300 Haushalten (27,4%) klar Platz Zwei belegt.
Unabhängig von den Energieträgern setzt die Zentralheizung als besonders komfortables Heizsystem ihren Siegeszug fort. Mit knapp 1,5 Millionen Haushalten (plus 150.000 gegenüber 1997) sind bereits 46% der Wohnungen mit einer Zentralheizung ausgestattet. Mehr als die Hälfte davon - 747.000 Haushalte (50,4%) - sind Ölheizungen.

858.000 Haushalte sind nach wie vor mit einer Einzelofenheizung ausgestattet, rund 444.000 Haushalte verfügen über einen Fernwärmeanschluss und etwa 438.000 über eine Etagenheizung.
"Die moderne Ölheizung ist ein besonders betriebssicheres, komfortables, wirtschaftliches und umweltschonendes Heizsystem", glaubt IWO-Geschäftsführer Ing. Josef Sieghart die Gründe für den Erfolg zu kennen. Die vergeblichen Versuche mancher Energiepolitiker, dieses Heizsystem mit wettbewerbsverzerrenden und unwirtschaftlichen Maßnahmen wie einseitige Förderungen oder Anschlusszwänge zu diskriminieren, sollten die Verantwortlichen zur Einsicht bringen, dass sie nicht an den Bedürfnissen der Konsumenten vorbei regieren können, so Sieghart. Wesentlich sinnvoller im Sinne der Umweltschonung und wirtschaftlicher für Kommunen und Konsumenten wäre, gemeinsam ein zielgerichtetes Programm zur Modernisierung veralteter Heizungsanlagen zu starten, statt zu versuchen, einzelne Energieträger mit untauglichen Mitteln gegeneinander auszuspielen.