Einkaufspreise für Energie, Kunststoffe und Metalle steigen munter weiter.
Rasante Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten machen der Industrie zu schaffen.
Schon auf den Frühjahrsmessen in Essen und Nürnberg wurden notwendige Preiserhöhungen von einigen Herstellern diskutiert. Auch wenn die Preise für 2008 gerade einmal von den wichtigen Großhandelsgruppen in ihren Katalogen veröffentlicht wurden, die rasante Preisentwicklung auf den wichtigen Rohstoffmärkten – Stahlbleche – konnte man bereits im ersten Quartal deutlich spüren. Neubestellungen laufen mit Preiserhöhungen von bis zu 30%, daher lassen sich unterjährige Preiserhöhungen bzw. Teuerungszuschläge nicht vermeiden. „Wir sind einem enormen Kostendruck ausgesetzt, der sich bei der Kalkulation unserer Preise im Herbst letzten Jahres noch nicht voraussehen ließ.“ so ein Manager der Sanitär- und Heizungsindustrie.
Für das verarbeitende Gewerbe ist bei der Abgabe von langfristigen Angeboten größte Vorsicht angesagt. Wenn man sich die Angebotspreise nicht langfristig sichern kann, sollte man entsprechende Angebotsklauseln ins Angebot einplanen. Großobjekte bzw. vorhandene Aufträge sollte man sofort beim Händler platzieren, um sich zumindest für diese Aufträge die Preise zu sichern. Weiterhin sollte man sich unbedingt vom Großhändler eine Preisgarantie für die Dauer des Bauvorhabens geben lassen – natürlich nur wenn man vorher fest bestellt hat.
Es bleibt zu hoffen, dass Industrie, Großhandel und der Verarbeiter die Probleme partnerschaftlich lösen. Bei einem Materialkostenanteil von nahezu 50% bei vielen wichtigen Vorprodukten sind die notwendigen zusätzlichen Preiserhöhungen leicht voraus zu sehen. Auch muss man bedenken, dass ebenso die anderen Kosten über das geplante Maß hinaus ansteigen.
Zum Schluss noch eine positive Sicht der Dinge: steigende Energiepreise erhöhen den Zwang zur Energieeinsparung und dies ist z.B. mit moderner Heiztechnik durchaus möglich und gibt dem Gewerbe Hoffnung auf eine gute Auslastung auch in diesem Jahr.