Der Kunststoffrohrverband informiert über Korrosionen und die Vorteile der Kunststoff-Lösungen für den Bereich der Rohranwendungen.
Korrosion auf der Innenseite eines Kupferrohres. Fotos: KRV
Außenkorrosion an einem Stahlrohr.
Kunststoffrohre zeichnen sich durch Korrosionsfreiheit (innen und außen) und
glatte Rohrwandungen, die den Aufbau von Ablagerungen verhindern, aus.
Zertifizierte Kunststoffrohrleitungssysteme, die die einschlägigen Regelwerke erfüllen, können bei allen Trinkwässern eingesetzt werden.
Hochwertige Kunststoffrohrsysteme kommen weltweit immer häufiger zum Einsatz.
Kennen Sie die Situation?
Sie kommen nach einer Woche Urlaub nach Hause und möchten ein Bad nehmen. Sie gehen ins Badezimmer und betätigen den Wasserhahn. Aber – anstelle von klarem Wasser fließt eine rot-braune Brühe in die Badewanne.
Wer will in diesem Wasser baden? Oder gar davon trinken? Gleich vorneweg: Es besteht keine Lebensgefahr! Aber Rost im Wasser kann teuer werden.
Die möglichen Folgen:
- Reinigung
- Unterhaltskosten
- Reparaturen
- Rohraustausch
Die Definition von Korrosion lautet:
„Unter Korrosion versteht man die Wechselwirkung eines Metalls mit seiner Umgebung, die zu einer Veränderung der Eigenschaften des Metalls führt …“
Korrosion: ein natürlicher Vorgang
Viele Metalle kommen in der Natur nicht in reiner Form vor. Um die gewünschten Endprodukte zu erhalten, ist viel Aufwand und Energie nötig. Unter bestimmten Bedingungen und vor allem in Kontakt mit Wasser und Sauerstoff neigen viele Metalle und Metallverbindungen zur Oxidation. Sie korrodieren. Dies kann auch bei Trinkwasserleitungen geschehen, denn hierfür werden sehr oft Metalle wie Kupfer, Eisen und Edelstahl verwendet. Wenn Eisen- oder Eisenverbindungen korrodieren, nennt man dies landläufig „rosten“.
Korrosion wird in der Regel durch folgende Faktoren beschleunigt:
Kontaktkorrosion:
Eine spezielle Form der Korrosion ist die Kontaktkorrosion. Diese kann entstehen, wenn edle und unedle Metalle miteinander reagieren, beispielsweise wenn man Kupfer und Eisen kombiniert. Gemeint ist die Zerstörung eines unedlen Metalls (z.B. verzinktes Stahlrohr) beim Kontakt mit einem edlen Metall (z.B. Messinggehäuse einer Armatur).
Lochkorrosion:
Selbst Kupfer- und Edelstahlrohre sind keine Garantie dafür, dass Korrosion ausgeschlossen werden kann. Auf den Innenoberflächen von Metallrohren, die Wasser transportieren, können sich Fremdteilchen wie Sandkörper, Gewindespäne, Dicht- und Flussmittelreste oder Rostteilchen anlagern und damit zur Bildung eines lokalen Korrosionselements führen. Diese Art der lokalen Korrosion wird als Lochkorrosion bezeichnet.
Eine besondere Form der Lochkorrosion ist der so genannte "kupferinduzierte Lochfraß", welcher bei unsachgemäßer Kombination von Rohren aus Kupfer mit solchen aus unedleren Werkstoffen wie beispielsweise verzinktem Stahl auftreten kann. Ausgelöst wird dieser Lochfraß durch die Ablagerung von im Wasser gelösten Kupfer-Ionen auf dem Stahl. Um diese Korrosionsart zu verhindern, lernen Installateure in ihrer Ausbildung die so genannte Fließregel: "Nach Kupferleitungen niemals verzinktes Material wie zum Beispiel Rohre oder Warmwasserspeicher verwenden." Wird dies dennoch gemacht, gilt dies als Verlegefehler. Die Folgen können teuer werden.
Man kennt noch eine Vielzahl weiterer Korrosionsarten wie zum Beispiel:
- Flächenkorrosion (häufigste und offensichtlichste Korrosionsart)
- Spannungsrisskorrosion
- Schwingungsrisskorrosion (Korrosionsermüdung)
- Fremdstromkorrosion
- Spaltkorrosion
- Mikrobiologische Korrosion
Folgende fünf Faktoren beeinflussen die Korrosion in Rohren:
- das Rohrmaterial
- die Wasserzusammensetzung
- die Betriebsbedingungen
- die Planung
- die Verarbeitung
Zwischen den Einflussgrößen bestehen vielfältige, oft kaum erkennbare Zusammenhänge. Auch die Beurteilung von Schäden ist oft sehr schwierig, da Korrosion ein langsamer Prozess ist und über Jahre und Jahrzehnte entsteht.
Wie schützen Sie sich vor Korrosion?
Zwischen dem Medium Wasser und den Rohrwerkstoffen können komplexe chemische Vorgänge ablaufen, die von den oben genannten Faktoren beeinflusst werden. Deshalb ist es wichtig, ein geeignetes Material auszuwählen und die Installation fachgerecht durchzuführen.
Kunststoffrohre zeichnen sich aus durch:
- Korrosionsfreiheit (innen und außen)
- glatte Rohrwandungen, die den Aufbau von Ablagerungen verhindern
Mit der Entscheidung für Kunststoffrohre ersparen Sie sich:
Korrosionsschäden und die damit verbundenen aufwändigen Reparaturmaßnahmen und -kosten
Verfärbungen des Trinkwassers
Zertifizierte Kunststoffrohrleitungssysteme, die die einschlägigen Regelwerke erfüllen, können bei allen Trinkwässern eingesetzt werden. Sie bieten höchste Qualität für unser wichtigstes Gut – das Trinkwasser. Hochwertige Kunststoffrohrsysteme kommen weltweit immer häufiger zum Einsatz.
Fazit:
Markenkunststoffrohre bieten eine hervorragende Ökobilanz und schonen die Umwelt – und dies bei höchster Qualität und höchstem Komfort. Entscheiden Sie sich noch heute für ein Trinkwassersystem aus Kunststoff.