Wie gestaltete sich die aktuelle Entwicklung der Rohölimporte gegenüber der des Vorjahres, wie entwickelte sich der Preis und welches sind die wichtigsten Lieferländer? Der monatliche Blick auf das Öl gibt die Antworten.
Die Aufteilung der im April 2008 insgesamt eingeführten 8.890 Mio Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland. Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurden im April 2008 8,9 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 2,1% mehr als ein Jahr zuvor (8,7 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im April 511,82 Euro und lag damit um 41,4% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (361,98 Euro). Gegenüber März (504,26 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 1,5% gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im April auf 4,6 Milliarden Euro und lag damit um 1,4 Milliarden Euro höher als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des 12-Monatszeitraums Mai 2007 bis April 2008 mit der entsprechenden Referenzperiode Mai 2006 bis April 2007
- sanken die Rohöleinfuhren um 2,9% von 110,0 auf 106,8 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 47,2 Milliarden Euro um 7,2 Milliarden Euro höher aus;
- lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 442,32 Euro (vorher 364,31 Euro) im Schnitt um 21,4% höher.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 29 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (33,8 Millionen Tonnen), Norwegen (16,1 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,3 Millionen Tonnen), Libyen (11,0 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,7 Millionen Tonnen). 28,5% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 20,6% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.