Stark steigende Energiekosten können für Millionen einkommensschwache Mieter zu einer massiven Armutsfalle werden, warnt der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips auf einer gemeinsamen Pressekonferenz des Deutschen Mieterbundes (DMB) mit dem Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH).
Stark steigende Energiekosten können für Millionen einkommensschwache Mieter zu einer massiven Armutsfalle werden, warnte jetzt der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips.
„Deshalb wollen wir Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vorantreiben, wir wollen den Anteil erneuerbarer Energien im Wohnungsbereich erhöhen, und wir werben für energetisch richtiges Verhalten“, sagte Rips. „Soweit es um Fragen der Energieeffizienz geht, ist die Erneuerung veralteter Heizungsanlagen der wichtigste Punkt.“ Wenn jetzt nicht gehandelt wird, wird die „warme Wohnung“ für viele Haushalte zum Luxusgut.
Durchschnittlich haben die Mieter im Jahr 2006 schon 1,07 Euro pro Quadratmeter für Heizung und Warmwasser bezahlt. Für das Jahr 2008 muss man jetzt damit rechnen, dass der Preis auf 1,50 Euro und mehr klettert.“ so Rips. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung müssten dann mindestens 1.440 Euro nur für Heizung und Warmwasser bezahlt werden.
Klaus Jesse, Präsident des BDH, erläuterte die Potenziale und Möglichkeiten, die moderne Heiztechnik nicht nur für den Umweltschutz sondern auch für den sozialen Frieden besitzt: „Eine moderne Heizungsanlage - vor allem in Kombination mit erneuerbaren Energien - ist die beste Absicherung gegenüber steigenden Energiepreisen und explodierenden Betriebskosten. Zwischen 30 und 45 % teurer fossiler Energie lassen sich mit modernen Anlagen einsparen. Damit ist die Heizungsmodernisierung im Regelfall die kosteneffizienteste energetische Modernisierungsmaßnahme, die sich in wenigen Jahren für alle Beteiligten rechnet“. Investoren sollten aufgrund attraktiver Förderbedingungen auch die Nutzung von erneuerbaren Energien planen.
So weise eine aktuelle Studie der KfW nach, dass sich Anlagenmodernisierungen weitgehend über die eingesparten Energiekosten refinanzieren können – und dies bei einer extrem vorsichtig unterstellten Preisentwicklung bei Brennstoffen.
Zugleich machte Jesse deutlich, dass eine Modernisierung des Anlagenbestandes auch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. So gehe es im Kern um die Senkung von Energieträgerimporten, die durch heimische Wertschöpfung ersetzt würde.