Wird bei der wärmetechnischen Sanierung bestehender Gebäude das Neubau-Niveau gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007 um mindestens 30 Prozent unterschritten, winken stattliche Fördergelder vom Staat.
Im Rahmen der am 7. Juli gestarteten Aktion „Energie-Gewinner“ unterstützt IWO bundesweit zehn Komplettsanierungen von ölbeheizten Einfamilienhäusern mit finanziellen Zuschüssen und Beratungsleistungen im Wert von jeweils bis zu 16.000 Euro. Das Ziel: Die sanierten Gebäude sollen einen energetischen Standard erreichen, der um mindestens 30 Prozent besser ausfällt als es die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007 für einen vergleichbaren Neubau vorschreibt.
Mit effizienter Öl-Brennwerttechnik, Nutzung der Solarthermie und zusätzlicher Dämmung der Gebäudehülle lassen sich diese anspruchsvollen Ziele realisieren. Um die beachtlichen energetischen Potenziale des Energieträgers Heizöl im Gebäudebestand zu demonsrieren, unterstützt IWO zehn solcher Sanierungsobjekte, die das EnEV-Neubau-Niveau um mindestens 30 Prozent unterschreiten, mit finanziellen Zuschüssen und Beratungsleistungen im Wert von jeweils bis zu 16.000 Euro.
Gesucht werden dazu bundesweit ölbeheizte Einfamilienhäuser, die vor 31. Dezember 1983 fertig gestellt und deren Heizkessel ebenfalls vor diesem Termin installiert worden sind. Deren Besitzer sollten nicht nur bereit sein, ihr Haus energetisch auf Bestzustand zu bringen und damit bis spätestens April 2009 beginnen, sondern auch damit einverstanden sein, dass die Sanierung im Detail dokumentiert wird, um anderen Hausbesitzern als Musterbeispiel zu dienen.
Marktpartner aus Handwerk, Handel, Architektur und Planung sowie Energieberatung sind aufgerufen, Modernisierungs- interessenten auf diese IWO-Sonderförderung aufmerksam zu machen und bei Bedarf einen entsprechenden Kontakt herzustellen. Für die potenziellen Sanierer lohnt es sich: Zusammen mit der staatlichen Förderung von maximal 11.550 Euro können sie bis zu 27.550 Euro Zuschuss einkalkulieren.
Die IWO-Prämie von bis zu 16.000 Euro verteilt sich auf die Verdoppeung der maximal 9750 Euro Fördermittel aus dem KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm sowie auf bis zu 3500 Euro für Planung und fachliche Baubegleitung eines Sachverständigen. Vor-Ort-Termine, Thermographie und Blower-Door-Test sind dabei eingeschlossen. Hinzu kommen weitere maximal 750 Euro für die ausführliche Vor-Ort-Energieberatung durch einen BAFA-zertifizierten Energieberater, der auch die Beantragung der KfW-Fördermittel übernimmt, ferner 2000 Euro für Messtechnik. Damit kann der Modernisierer den Energiever-brauch stets kontrollieren.
Voraussetzung für den IWO-Zuschuss ist – neben der mindestens 30-prozentigen Unterschreitung des EnEV-Niveaus – grundsätzlich der Ersatz einer alten Ölheizung durch ein Öl-Brennwertgerät oder durch ein ölbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) sowie die Einbindung von Solarthermie mindestens zur Warmwasserbereitung. Hinzu kommt die Optimierung der Heizungsanlage anhand eines hydraulischen Abgleichs.
Weitere Optionen:
- eine Solarwärmeanlage, die auch die Heizung unterstützt, sowie die ergänzende Einbindung eines Holzofens, der wesentliche Anteile seiner Wärme in den zentralen Warmwasserspeicher der Heizung einspeist
- die Dämmung aller zugänglichen Leitungen von Raumheizung und Trinkwasser
- die verbesserte Wärmedämmung der Außenwände, der obersten Geschossdecken, des Daches und der Kellerdecke
- der Austausch älterer Fenster gegen Wärmeschutzverglasung
Weitere Infos für Marktpartner über die Aktion „Energie-Gewinner“ sowie die Bewerbungsunterlagen finden sich
hier im Internet.
Hausbesitzer können sich online unter www.oelheizung.info bewerben. Bewerbungsschluss ist der 15.08.2008.