Um das Vertrauen aller Marktteilnehmer in den Energieausweis für Gebäude langfristig zu ermöglichen, führt die dena in diesem Monat das dena-Gütesiegel für Energieausweise ein. Diese Qualitätsauszeichnung für Energieausweise gibt es ausschließlich für bedarfsbasierte Energieausweise, die den höchsten Qualitätsanforderungen genügen.
Der hochwertige Energieausweis bringt mehr Transparenz beim Energieverbrauch in Gebäuden und gibt wichtige Impulse für Investitionen in Modernisierung. Foto: dena
Der Energieausweis ist seit dem 1. Juli 2008 erstmals verpflichtend für alle Wohngebäude, die vor 1965 gebaut worden sind. Wer künftig Immobilien vermieten oder verkaufen möchte, muss seit Anfang des Monats jetzt vor Abschluss des Vertrages den Energieausweis vorlegen können. Dieser Ausweis für Gebäude soll für mehr Transparenz im Immobilienmarkt sorgen. Neben Umweltschutzaspekten zwingen deutlich steigende Energiepreise bei Miet- und Kaufinteresse auf die Energieeffizienz eines Gebäudes zu achten. Die Kosten für Heizung und Warmwasser können einen so großen Anteil ausmachen, dass vielerorts bereits von einer zweiten Miete gesprochen wird.
Der Energieausweis soll zeigen, wie gut die energetische Qualität eines Gebäudes ist und helfen den zukünftigen Energieverbrauch abzuschätzen, um diesen Aspekt in eine Kauf- und Mietentscheidung für eine Immobilie mit einzubeziehen.
Die dena und andere Verbraucherorganisationen warnen aber vor Dumpingangeboten beim Energieausweis. Neben der Gültigkeit ist die Qualität des Energieausweises entscheidend. Über die verschiedenen Qualitätsabstufungen und Energieausweisvarianten sollte sich der Eigentümer vorab in einem Beratungsgespräch mit dem Energieausweisaussteller informieren, rät die dena. Die dena selbst bietet als Qualitätsauszeichnung für Energieausweise ein eigenes Gütesiegel seit Juli 2008 an. Es soll Vertrauen in einen qualitätsgesicherten Energieausweis erreichen und somit dazu beitragen, die energetische Gebäudemodernisierung voran zu bringen.
Mit dem dena-Gütesiegel soll ein verlässliches Instrument für die Bewertung der energetischen Gebäudequalität angeboten werden, welches über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Mit dem Gütesiegel entsprechen dann sowohl die Qualifikation des Ausstellers als auch das Ausstellungsverfahren den hohen Qualitätsstandards der dena.
Nur auf der Grundlage des Energiebedarfs ausgestellte Ausweise können dabei den hohen Anforderungen der dena entsprechen. Zu jedem Energieausweis mit dena-Gütesiegel gehört neben den komplett ausgefüllten EnEV-Formularen eine Dokumentation zum Energieausweis. Darin sind anschauliche Informationen über den energetischen Zustand einzelner Gebäudekomponenten (Wände, Dach, Fenster, Heizungsanlage) sowie sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen enthalten.
Das dena-Gütesiegel ist vorerst auf Energieausweise für Wohngebäude beschränkt. Fachleute, die Energieausweise mit dena-Gütesiegel ausstellen möchten, müssen bei der dena zur Ausstellung von Energieausweisen mit dena-Gütesiegel zugelassen sein. Auch Personen, die bereits in der Aussteller-Datenbank der dena registriert sind, müssen eine Zulassung beantragen.
Weitere Informationen finden sich hier im
Konzept des dena-Gütesiegels und in den
Regeln für die Ausstellung von Energieausweisen mit dena-Gütesiegel. Die dena teilt mit, dass die Antragstellung aufgrund technischer Probleme erst ab dem 17. Juli 2008 über die Aussteller-Datenbank der dena möglich sein wird. Ab dem 1. August 2008 werden Aussteller von Energieausweisen mit dena-Gütesiegel in der Datenbank der dena zu finden sein.