In den vergangenen Jahren hat die Photovoltaik-Industrie in Deutschland ein rasantes Wachstum erlebt. Vorangetrieben wurde dies von der klimapolitischen Zielsetzung der Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung deutlich zu erhöhen.
Die dynamische Entwicklung in der Photovoltaik-Industrie wird sich wohl auch in den kommenden Jahren fortsetzen.
Weiter begünstigt wurde die Photovoltaik auch durch die hohen Einspeisevergütungen für Solarstrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Auch die europäischen Nachbarstaaten fördern den Ausbau der regenerativen Energien, wodurch sich erhebliche Exportpotenziale für die deutsche Solarindustrie ergeben. Aus Sicht der Photovoltaik-Unternehmen wird sich diese dynamische Entwicklung auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung, die das ifo Institut gemeinsam mit EuPD Research für den Bundesverband Solarwirtschaft erstellt hat.
Demnach sind aktuell über 40 000 Personen in der Photovoltaik-Branche beschäftigt und bis 2010 wird mit einer Zunahme auf knapp 56 000 Arbeitnehmer gerechnet. 2007 lag der Umsatz der Photovoltaik-Hersteller bei 5,7 Mrd. EUR und wird bis 2010 auf 10 Mrd. EUR ansteigen. Die Nettoinvestitionen lagen 2007 bei rund 1,7 Mrd. EUR. Dies entspricht einer Investitionsquote von fast 30 Prozent und liegt weit über den Quoten der Produzenten von Anlagen zur Nutzung anderer erneuerbarer Energien. Bis 2010 sollen die Investitionen auf 2,7 Mrd. EUR ansteigen.