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News vom 01.10.2008

Zukunftsweisende BHKW-Technologie

EC Power setzt auf Deutz, Toyota, Energiemanagement und Zufriedenheit und bietet ein besonders wartungsarmes BHKW an.

Gasmotor-Kaskade für ein Gewerbegebiet. Fotos: EC Power
Gasmotor-Kaskade für ein Gewerbegebiet. Fotos: EC Power
Geschäftsführer Bjarne Bogner erklärt die Toyota-Maschine.
Geschäftsführer Bjarne Bogner erklärt die Toyota-Maschine.
Blick in den lagerlosen Generator.
Blick in den lagerlosen Generator.
Natürlich geht jede Anlage in Hinnerup über den Prüfstand.
Natürlich geht jede Anlage in Hinnerup über den Prüfstand.
Effizienz und Sicherheit durch Partnerschaft: Danfoss entwickelte unter anderem den Verteiler und baute auch die wichtigsten Gruppen. Hier eine aufgeschnittene Station.
Effizienz und Sicherheit durch Partnerschaft: Danfoss entwickelte unter anderem den Verteiler und baute auch die wichtigsten Gruppen. Hier eine aufgeschnittene Station.
Die großen deutschen Versorger sind Kunden in Dänemark.
Die großen deutschen Versorger sind Kunden in Dänemark.
Typisches Schema einer Komplett-Anlage.
Typisches Schema einer Komplett-Anlage.
Tests zur Optimierung der Verteilerstation.
Tests zur Optimierung der Verteilerstation.
Die Bundesrepublik fördert dezentrale, flexible Versorgungs- strukturen. In ihrem Energie- und Klimaprogramm verordnet sie quasi eine entsprechende Weichenstellung. Der dänische BHKW-Anbieter EC-Power hat im deutschen Markt schon Fuß gefasst und ist dabei, seine Stellung weiter auszubauen. Er hat Eigentümern, Betreibern, EVUs und Anlagenbauern auch einiges zu bieten. Vor allem das: einen höchst wartungsarmen Betrieb. Nur einmal im Jahr, nach 7 500 Stunden, rückt der Service an.

Auf den Aufklebern der in Folie verpackten KWK-Anlagen steht als Empfänger E.on. Auf anderen ein Versorger in Brandenburg. 20 oder 30 Strom-Wärme-Erzeuger für diese Adressaten warten auf den Spediteur aus Deutschland. Und zwar im jütländischen Hinnerup nahe Aarhus, rund 200 Kilometer nördlich von Flensburg. Der Hersteller: EC Power, ein BHKW-Spezialist, der in der Bundesrepublik Altenheime, Hotels, Gewerbegebiete, größere Wohneinheiten und anderes mit Erfolg bestückt.

Im „Blauen Engel“

In Aue in Sachsen, im Traditionshotel „Blauer Engel“, lockt (leider) nicht Heinrich Manns Rosa Fröhlich, genannt die fesche Lola, in die liebevoll restaurierte historische Herberge. Die Verführung geht in erster Linie von der stilvollen Einrichtung aus, von „Lotters Brauhauskeller“ eine Treppe tiefer und von der Gourmet-Küche, die besser als mit einem Eintrag im „Michelin Restaurant Guide“ nicht für sich werben kann. Technisch interessierte Gäste erfahren, dass Gastlichkeit, Gemütlichkeit und Tradition mit Fortschritt und Nachhaltigkeit durchaus eine harmonische Ehe eingehen können. Denn die Inhaber Ute und Tilo Unger entschieden sich 2006 zugunsten der Umwelt und zur Entlastung von Energiekosten für ein BHKW von EC Power.

Sie rechnen damit, dass sich die Investition bereits nach vier Jahren trägt. Denn schon allein wegen des ganzjährigen Warmwasserbedarfs der 50 Komfort-Zimmer summt das Kleinkraftwerk unten im Keller beinahe zwölf Monate rund um die Uhr. Über 8 000 Betriebsstunden pro Jahr stehen auf dem Zähler. Störungsfreie Betriebsstunden, wie Tilo Unger versichert. Der einzige technisch bedingte Stopp stand nach 7 500 Stunden an, zur vertraglich verankerten Inspektion.

Installiert hat die Anlage die Firma Dietmar Eckhardt Feuerungs- und Heizungstechnik GmbH, Chemnitz. Der Betrieb zeichnet nicht nur für das BHKW im „Blauen Engel“ verantwortlich. Er stellte unter anderem Kraft-Wärme-Koppler von EC Power in der Autobahn- raststätte Auerswalde nahe Chemnitz auf, im Spaßbad der sächsischen Kommune Olbersdorf wie auch im Best Western Hotel Birkenhof im Wintersportort Oberwiesenthal hoch droben im Erzgebirge. Inhaber Dietmar Eckhardt hat an der BHKW-Technik der Dänen nichts auszusetzen: „Sie ist ja für ‚Plug-and-Power’ werkseitig bestens vorbereitet. Wenn nicht objektseitig Unvorhergesehenes im Weg steht, sind an einem einzigen Tag Einbau und Betrieb erledigt.“

Kunden als Akquisiteure

Der Anlagenbauer weiß aus Erfahrung, wovon er spricht. Im Februar 2008 feierte er sein erstes kleines EC-Power-Jubiläum: die Installation des 25. Strom-Wärme-Erzeugers. Was macht ihn so erfolgreich? „Weder wir – und das ist viel wichtiger – noch die Kunden hatten bisher etwas auszusetzen. Die Begeisterung, vor allem hinsichtlich der Effizienz, ist für uns die beste Werbung. Ein zufriedener Betreiber gebiert sozusagen den nächsten Auftrag. Ich habe in den ersten zwei Monaten dieses Jahres bereits vier XRGI bestellt. Die Kunden rechnen ja mit steigenden Energiepreisen. Die Kostenvorteile sprechen sich offensichtlich schnell rum. Die Anfragen flattern mir wie von selbst ins Haus.“ Er stapelt tief, mit Sicherheit werden auch seine Verlässlichkeit und seine Qualität zur steigenden Nachfrage beigetragen haben.

Im Gespräch mit Dietmar Eckhardt fällt ein interessanter Nebensatz: „Mittlerweile fragen auch immer mehr Wohnungs- gesellschaften nach. Die Maschinen von EC-Power laufen ja so leise, dass man mit keinen Beschwerden der Mieter rechnen muss. Offensichtlich müssen vor dem Hintergrund ausreichenden Wohnraums die Vermieter heute alles tun, um ihre Objekte attraktiv zu machen. Im Falle eines BHKW ökologisch und ökonomisch attraktiv. Ökonomisch einerseits wegen des hohen Wirkungsgrads, andererseits weil der zentrale Bezug von Strom und Gas natürlich einen viel günstigeren Tarif nach sich zieht, als wenn jeder Mieter für diese Medien einen eigenen Vertrag mit dem örtlichen EVU abschließen muss. So ab dem Sieben- oder Achtfamilienhaus geht die Kalkulation bereits für das BHKW auf.“

Im „Erholungs- und Bildungszentrum Wittensee“ am Wittensee in Schleswig-Holstein, im Seniorenheim „Haus Tannenhof“ im westfälischen Bünde oder im Altenzentrum Delbrück, einer Einrichtung des Caritas-Verbandes Paderborn, stellen Betreiber und Eigentümer den jütländischen Kraftpaketen ebenfalls nur gute Zeugnisse aus. Pastor Eberhard Schubert, Leiter in Wittensee, geht von einer Senkung der Energiekosten von 10 000 Euro pro Jahr aus. Er muss Strom und Wärme für fünf Häuser mit rund 100 Betten, mit Tagungsräumen und Speisesaal einkaufen. Der jährliche Strombedarf liegt bei rund 100 000 kWh, der Heizölbedarf in einem kalten Winter bei ca. 60 000 Liter. Als er vor wenigen Jahren ein modulierend betriebenes Dieselmotor-BHKW der EC Power für die Grundlast aufstellen ließ, sank die Energierechnung im Folgejahr um fast 30 Prozent – natürlich klimabereinigt.

Erdgas oder Dieselöl

EC Power hat sich auf eine KWK-Technik mit rund 15 kW elektrisch und knapp 30 kW thermisch spezialisiert. Den Gesamtwirkungsgrad gibt das Unternehmen mit 92 Prozent an, die Lebensdauer der Anlagen mit 80 000 Betriebsstunden, den Modulationsbereich je nach Typ von 30 oder 40 bis 100 Prozent. Man sieht für das angebotene Leistungsspektrum einen großen Markt, etwa 4 000 Stück po Jahr, allein in Deutschland. Die eigene Kapazität bewegt sich zurzeit bei 600 Modulen.

Die Aggregate lassen sich zu einer Kaskade zusammen- schließen. Damit sind sie wärmegeführt in der Lage, die Grundlast in den unterschiedlichsten Objekten zu decken. Die integrierte Regelung passt die Leistung automatisch dem momentanen Bedarf an.

Die Dänen sind zurzeit dabei, den Vertrieb in Deutschland zu intensivieren. Die umfangreiche Referenzliste hat ihnen bereits Türen zu wichtigen Marktpartnern geöffnet, etwa zu den erwähnten Energieversorgungsunternehmen. Die sehen im Handel mit diesen Produkten eine Chance, im liberalisierten Strom- und Gasmarkt weg brechende Umsätze zurück zu gewinnen. Darüber hinaus unterhalten die Versorger natürlich eigene Liegenschaften – entweder für die Verwaltung, aber auch im Mietwohnungsbau –, die mit der Umrüstung auf die BHKW-Technik einen Teil ihres Stroms und der Raumwärme nun aus dem eigenen Keller beziehen.

EC Power setzt aber nicht nur auf Gas- und Stromkonzerne und Stadtwerke. Mittlerweile hat man auch zu Anlagenbauern feste Beziehungen quer durch Deutschland aufgebaut. Der Betrieb Dietmar Eckhardt ist ein Beispiel dafür. Auch hinsichtlich des Energieträgers hält sich der Anbieter alle Optionen offen. Ohnehin liegt nicht überall eine Erdgastrasse. In unterversorgten Gebieten beispielsweise müssen sparwillige Eigentümer nicht in den sauren Apfel beißen und weiterhin teuren Strom einkaufen. Die Blockheiz- kraftwerke des Typs XRGI basieren entweder auf Erdgas oder auf Diesel-Kraftstoff. Die Weiterentwicklung geht in Richtung Bio-Tauglichkeit.

Effizienz und Sicherheit durch Partnerschaft

Bei der Erdgas-Version steht Toyota in Japan der AG zur Seite. Bis 2005 liefen dort intensive Versuche, die mit einer erfolgreichen Prüfung abschlossen und sich vor allem auf ein bestimmtes konstruktives Detail konzentrierten: auf den dauerhaften Betrieb des lagerlosen Generators. Die Betonung liegt auf lagerlos. Dieses Patent trägt zu den langen Wartungsintervallen bei, da kein Verschleiß.

Das Prinzip ähnelt – und diesen Vergleich möge man in Dänemark verzeihen – einer Waschmaschine. Deren Trommel hat ebenfalls kein Frontlager. Nach ähnlichem Muster flanschten die Ingenieure in Hinnerup den Rotor starr an die Toyota-Maschine. Das Verfahren funktioniert einwandfrei. In den Tests in Japan hielt diese Bauweise mehr als 30 000 Stunden ohne jede Störung stand. Für Kultur und Robustheit des Antriebs, des Toyota-Gasmotors, spricht seine 100 000-fache Bewährung, zum Beispiel in Gabelstaplern.

Der Diesel stützt sich auf eine Entwicklung von Same Deutz ab. Die Deutz AG gehört zu den weltweit führenden Herstellern industrieller Dieselmotoren. Zu Qualität und Erfahrung muss nichts anderes gesagt werden, als dass Nicolaus August Otto, der dem Ottomotor seinen Namen gab, 1876 in Köln mit der heutigen Deutz AG die erste Motorfabrik der Welt aus der Taufe gehoben hat.

Als drittes namhaftes Unternehmen geht der dänische Nachbar Danfoss den Industriekollegen im nahen Hinnerup zur Hand. Danfoss produziert im Auftrag des BHKW-Herstellers wichtige Gruppen der kompakten Wärmeverteilerstationen Q-40 und Q-50. Die sichern die hydraulische Funktion und garantieren eine optimale Einbindung des BHKW in die nachgelagerten Heizsysteme. Q-40 steht für Standard-, Q-50 für sehr hohe Rücklauftemperaturen. Q-50 verträgt 78 °C. Mit diesem Niveau lassen sich ideal Absorptionskältemaschinen betreiben. EC Power spricht deshalb von Kraftwärmekopplung für die mittel- und nordeuropäischen Länder und von Kraftkältekopplung für mediterrane
Abnehmer.

Intelligenter Modul-Manager

BHKW/Generator, Verteiler, Speicher und Energiemanager vereinen sich zu einem abgestimmten System. Natürlich lassen sich auch fremde Komponenten einbinden. In der werkseigenen Konfiguration verdient der Modul-Manager besondere Erwähnung, weil er den Betrieb optimiert und die Effizienz der Installation erhöht: Ein übernimmt bei parallelbetriebenen kaskadierten Mehrmodulanlagen die individuelle Steuerung und ermöglicht so gleichmäßige Betriebszeiten und hohe Wirkungsgrade im Gesamtsystem. Auch der parallele Betrieb von Kesseln zur bedarfsweisen Unterstützung der Wärmespeicher ist möglich. Dadurch kann ein unnötiges Takten vermieden werden.

Und selbstverständlich ist EC Power immer online. Der Server im dänischen Stammhaus steht in permanenter Verbindung mit den XRGI-Anlagen. Seine Prozessoren erfassen und werten jegliche Störung sofort aus und informieren per SMS oder E-Mail die jeweiligen Servicepartner des Betreibers. Selbstverständlich liefert das BHKW-Unternehmen auch ein Programm nebst Modem, das Planern, Betreibern oder Anlagenbauern gestattet, ein eigenes Fern-Parametrierungs- und Kontrollnetz aufzubauen.

Details im World-Wide-Web

Zur Technik, zu den Leistungsdaten der Motoren, zum Betrieb, zur Installation, zur Wirtschaftlichkeits- berechnung und und und stehen viele Seiten im Internet. Deshalb sei an dieser Stelle auf tiefer gehende Details verzichtet. Aber vielleicht das noch:

Wer ist die EC Power A/S? 1994 gründeten es dänische Ingenieure mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Kraft-Wärme-Kopplung. Sie brachten ihre umfangreiche Industrieerfahrung in ein eigenes Unternehmen ein. Die kaufmännischen Fäden hielt und hält Bjarne Bogner in der Hand, der Technik stand und steht Jens Otto R. Andersen vor. Beide besitzen heute nach wie vor Anteile am Unternehmen. Allerdings im bescheidenen Umfang, denn Hauptaktionär der EC Power A/S ist seit 2002 der mächtige norwegische Staats- und Energiekonzern Statoil. Die Statoil liefert ungefähr 25 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs. Unter anderem betreibt sie mit der E.on Ruhrgas gemeinsame Felder in der Norwegensee.
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