Im saarländischen Homburg kommen bei einer Sanierung in 30 Häusern Gas-Brennwertanlagen mit solarer Unterstützung zum Einsatz.
Die frisch renovierten Häuser strahlen mit der Sonne um die Wette.
30 Mehrfamilienhäuser in drei Straßenzügen in Homburg-Erbach hat
die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Zweibrücken
(GeWoBau) energetisch saniert. Foto: Junkers
Schema der Gas-Brennwert-Solaranlagen in Homburg. Grafik: Junkers
Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Zweibrücken (GeWoBau), eine Tochter der Stadt Zweibrücken, hat einen Teil ihrer Immobilien-Flotte energetisch auf den neuesten Stand
gebracht. Auf den Dächern fangen jetzt je fünf Solarkollektoren „Top“ von Junkers die saarländische Sonne ein. Unter den Dächern der 30 Mehrfamilienhäuser sorgt jeweils ein modernes Gas-Brennwertgerät Cerapur, ebenfalls von Junkers, für angenehme Wärme. 2005 hat die GeWoBau die Häuser von der Stadt Homburg gekauft und nach und nach renoviert. Priorität hatte die energetische Sanierung – aus Umweltschutzgründen und um die Nebenkosten für die Mieter zu senken. Die Wohnungsbau- gesellschaft ließ die Heizung erneuern und Außenfassaden sowie Dächer dämmen, so dass die Gebäude bauphysikalisch gesehen heute Neubaustatus erreichen.
„Bei der Heizanlage haben wir uns für die wirtschaftliche Kombination aus Gas-Brennwertgerät und Solaranlage für die Warmwasserbereitung entschieden“, erklärt Uwe Schuck, der den Bereich Heizung und Sanitär bei der GeWoBau verantwortet. Diese Kombination der Bosch Thermotechnik-Marke Junkers spart nicht nur Energie und damit bares Geld, sondern bedeutet für die Mieter auch einen bis dahin unbekannten Komfort: Wo zuvor Öl- und Gas-Einzelöfen für Wärme sorgten und Durchlauf- erhitzer für die Warmwasserbereitung zuständig waren, erfolgt die Beheizung und Trinkwassererwärmung jetzt zentral vom Dachboden aus. Pro Gebäude mit vier Wohneinheiten ist eine Gas-Brennwerttherme Cerapur von Junkers mit einem Modulationsbereich von sieben bis 28 Kilowatt im Einsatz. Dank Brennwerttechnik und witterungsgeführter Regelung arbeiten die Geräte sehr sparsam.
Fünf Solarkollektoren pro Dach unterstützen die Trinkwasser- erwärmung. Übers Jahr gerechnet erreicht die Anlage eine solare Deckung von bis zu 50 Prozent, im Sommer wird das Wasser fast ausschließlich von der Solaranlage bereitet. Durch die Inndachmontage integrieren sich die Kollektoren zudem auch formschön in das Gesamtbild der renovierten Häuser.
Beim Einbau von Gas-Brennwertgerät und 500-Liter-Speicher fand die GeWoBau zusammen mit Installateur Peter Theisinger von der Theisinger GmbH aus Zweibrücken mit dem Dachboden der
Häuser die optimale Lösung. In den Kellern war aufgrund einzelner Parzellen der Mieter wenig Platz, zudem braucht der hauseigene Kundendienst für die Wartung ständigen Zugang zu den Heizanlagen. Die Abgase werden direkt über das Dach abgeführt, auch für die Solarleitungen sind die Wege kurz. Im nicht mehr benötigten Schornstein verlaufen heute Gas-, Wasser- und Heizungsleitungen.
Durch die Renovierung ist zweierlei gelungen: Einerseits steigern die Gas-Brennwert-Solar-Anlagen die Wohnqualität und reduzieren die Heizkosten für die Mieter und andererseits erfährt das gesamte
Wohngebiet eine optische Aufwertung.