"Tag des Bades 2008" - Sanitärprofis informieren über das moderne Bad von heute.
Nicht so schüchtern: Eine Ausstattung ganz in Weiß drückt zwar einerseits Zurückhaltung aus, andererseits bietet sie sich kräftigen Tönen geradezu als Partner an. Ob selbstbewusstes Rot, samtiges Grün oder sonniges Gelb - Farbtupfer wecken Lebensgeister und verleihen ihrer Umgebung eine emotionale Note. Die kontrastreiche und dennoch harmonische Kombination kommt besonders schön im Zusammenspiel mit hellen und dunklen Hölzern zur Geltung. Foto:VDS/burgbad
Freude, Melancholie, Erregung oder Ruhe - nur der Musik gelingt es, ebenso intensiv und unmittelbar Gefühle zu wecken, wie Farben es vermögen. Während sich die Musikauswahl vergleichs- weise unkompliziert der eigenen Gemütslage immer wieder neu anpassen lässt, hat die Entscheidung, in welchem Farbton man leben will, weitreichende Folgen. Hier sind Fantasie und Weitsicht gefragt. Allein im Badezimmer könnte ein voreiliger Fehlgriff bereits am frühen Morgen zu Missklängen führen.
"Aktuell ist ganz eindeutig der Wunsch zu erkennen, dem Bad mehr Wohnraumqualität zu verleihen", berichtet Jens J. Wisch- mann unmittelbar aus der Praxis. Folglich finden sich dort, so der Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitär- wirtschaft (VDS) weiter, zunehmend ausdrucksstark gemaserte Hölzer wie Wallnuss, Macassar oder Zebrano in Kombination mit sanften Naturnuancen. Als Grundton glänzendes Weiß oder matt-satiniertes Beige bei den Keramikelementen gepaart mit einer Inneneinrichtung oder Wandgestaltung in appetitlichen Tönen wie Schoko, Cappucino oder Karamell liegen sehr im Trend und laden buchstäblich zum geschmackvollen Relaxen ein.
Gleichzeitig aber haben durchaus auch satte Farbtupfer als persönliche Akzente ihren Platz. Selbstbewusstes Rot, samtiges Grün, sonniges Gelb und leuchtendes Orange reißen selbst Langschläfer mit und verleihen zurück- haltenden Ton-in-Ton-Arrangements in Weiß, Creme oder Grau eine emotionale Note. Egal, ob als Wandanstrich oder in Form von Accessoires. Eine eindeutige, richtungweisende Tendenz lässt sich laut Wischmann jedoch derzeit nicht festmachen. Frei nach dem Motto „konsequent individuell“ sind der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, Gesamtinszenierung und Raumklima stimmen. Denn jede Farbe hat einen speziellen Charakter und übt Einfluss darauf aus, wie groß, klein, warm oder kalt Räume empfunden werden.
Um zunächst einmal zu ergründen, welche Träume sich tatsächlich in die Realität umsetzen lassen, lohnt sich der Weg zu einem Sanitär-Profi. Als eine ideale Gelegenheit bietet sich dazu der „Tag des Bades“: Am 20. September 2008 öffnen Badausstellungen deutschlandweit ihre Türen, um Ideen für Wellnessbäder zu präsentieren. Dazu zählen dann neben Vorschlägen zum gekonnten Umgang mit Farben neuartige Gestaltungsmöglichkeiten etwa durch ausgefeilte Beleuchtungskonzepte oder innovative Farblichtwechs- ler in Duschen, Wannen, Schränken und Heizkörpern. Stimmungsmacher also, die es ermöglichen, ein Badezimmer ganz ohne Pinsel oder Kerzenlicht je nach Seelenleben in die entsprechende Farbe oder ins rechte Licht zu setzen.