Aufgrund der verschärften Feinstaubgrenzwerte hat die Firma Spanner Re² GmbH aus Neufahrn/Ndb. einen Feinstaubfilter für Biomassefeuerstätten entwickelt.
SFF 50 (für Anlagen bis 85kW). Foto:Spanner RE GmbH
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will mit einer Gesetzes- novelle den Feinstaubausstoß von Öfen und Kaminen reduzieren. So sollen diese wenn nötig langfristig nachgerüstet oder ausge- tauscht werden. Dem vorliegenden Gesetzesentwurf zufolge soll es Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid geben, die für Heizungsanlagen im Betrieb und für Einzelraumfeuerungs- anlagen wie Kaminöfen oder Kachelofeneinsätzen eingehalten werden müssen. Diese Grenzwerte werden von modernen Pelletheizungen und Einzelraumfeuerungsanlagen ohne Staub- filter erreicht, so das Umweltministerium. Auch für bestehende Anlagen sollen bestimmte Grenzwerte festgelegt werden. Sofern für diese Anlagen eine Herstellerbescheinigung oder durch Vor-Ort-Messung die Einhaltung der Grenzwerte nachgewiesen werden kann, ist ein zeitlich unbegrenzter Betrieb möglich. An- sonsten müssten die Öfen durch emissionsarme Anlagen ausge- tauscht werden, oder Anlagen und Kamine, nachgerüstet werden. Dazu sei ein langfristig angelegtes Sanierungsprogramm von 2014 bis 2024 vorgesehen. Der Entwurf der Novelle soll baldigst umgesetzt werden.
Der „Spanner-Feinstaub-Filter“ ermöglicht die gezielte Reduktion des Feinstaub-Ausstoßes von Systemen der Biomasse-Verbrennung. Dieser erlaubt die fortgesetzte, umweltfreundliche Nutzung von Biomasse. Dabei überzeugt er nicht nur ökologisch, sondern auch öko- nomisch, wie beispielsweise durch seinen niedrigen Preis. In der größten Ausführung für Anlagen bis 150 Kilowatt (das entspricht etwa dem Bedarf in einer Bäckerei) soll das Gerät nur etwa ein Viertel eines vergleichbaren Gewerbefilters kosten. Der Filter gefällt durch seine adäquate, kompakte Bauweise und reinigt sich durch Automatisierung selbst, wodurch ein Filterwechsel entfällt. Die Steuerung übernimmt die Heizungsanlage oder kann auch vom E-Filter übernommen werden (Stand-alone-Gerät). Außerdem kann der „Spanner-Feinstaub-Filter“ jederzeit an vorhandenen Anlagen nachgerüstet werden. Der Feinstaub- austrag erfolgt explizit über eine Aschelade, die pro Saison ein- bis zweimal entleert werden muss. Interessant ist, dass der Staat den Einbau eines Filters mit 500 Euro fördert. Für die Entwicklung des Feinstaubfilters wurde das Unternehmen Spanner RE² im Juli 2008 mit dem E.ON Umweltpreis ausge- zeichnet. Dr. Otmar Bernhard, der die Schirmherrschaft für den E.ON Bayern-Umweltpreis übernommen hat, prämierte gemeinsam mit E.ON Bayern Vertriebsvorstand Dr. Stefan Vogg in München die Firma Spanner als einen der diesjährigen Preisträger. Der E.ON Bayern Umweltpreis gilt als eine der höchst dotierten Umweltauszeichnungen Deutschlands. Dies sind nur einige der Eigenschaften des innovativen „Spanner-Feinstaub-Filters“.