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News vom 10.10.2008

Schlechte Energie-Standards in deutschen Eigenheimen

Einen hohen Modernisierungsbedarf im Energiebereich weisen deutsche Eigenheime laut aktueller Dekra-Studie auf.

Die Dekra hat umfangreiche Immobilienwirtschaftliche Daten zu Einfamilienhäusern ausgewertet und dabei schlechte Energie-Standards in deutschen Eigenheimen ausgemacht. Foto: Dekra
Die Dekra hat umfangreiche Immobilienwirtschaftliche Daten zu Einfamilienhäusern ausgewertet und dabei schlechte Energie-Standards in deutschen Eigenheimen ausgemacht. Foto: Dekra
Fast ein Drittel aller Einfamilienhäuser in Deutschland weisen einen hohen Instandhaltungsstau auf. Außerdem besteht erheblicher Modernisierungsbedarf, um den Energieverbrauch zu reduzieren: Rund 50 Prozent der zwischen 1949 und 1960 errichteten Einfamilienhäuser sind bislang nicht umfassend saniert worden und entsprechen nicht den heutigen Anforderungen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des aktuellen DEKRA Marktberichts zu Einfamilienhäusern in Deutschland.

In der Studie wurden von den Bausachverständigen der DEKRA Real Expertise rund 4.000 Immobilienbewertungen von Einfamilienhäusern statistisch ausgewertet. Dabei zeigt sich, dass der Instandhaltungsstau je nach Region sehr unterschiedlich ausfällt. So ist er in Sachsen, Hessen sowie Teilen von Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen sehr hoch, während in Niedersachsen und Schleswig-Holstein der Instandhaltungsstau geringer ist. Dafür besteht jedoch besonders in Schleswig-Holstein und Niedersachsen ein hoher Modernisierungsbedarf unter Energie-Gesichtspunkten. Dies gilt auch für Bayern.

Erheblicher Investitionsbedarf in Hinblick auf Energieausweis

„Viele Einfamilienhäuser in Deutschland entsprechen nicht den heutigen energetischen Anforderungen. Es besteht ein hoher Investitionsbedarf insbesondere bei der Heizungstechnik und der Wärmedämmung, um diese Objekte energetisch fit zu machen“, erklärte Lothar Kreutz, Geschäftsführer der DEKRA Real Estate Expertise. Dies gilt vor allem für Objekte, die zwischen 1946 und 1960 erstellt wurden. Hier wurden bislang 50 Prozent der Häuser noch nicht umfassend saniert.

Marktwert in guten westdeutschen Lagen 55 Prozent höher als im Osten

Der durchschnittliche Marktwert eines Einfamilienhauses liegt je nach Lage zwischen 163.000 Euro und 312.000 Euro. Dabei unterscheidet sich die Situation in Ostdeutschland deutlich von der in Westdeutschland. Ein Objekt in guter Lage in Ostdeutschland hat einen durchschnittlichen Marktwert von 230.000 Euro, im Westen der Republik dagegen von 357.000 Euro. Demnach liegt der durchschnittliche Marktwert für gute Lagen im Westen um über 55 Prozent über dem im Osten. Die niedrigsten durchschnittlichen Marktwerte mit 142.000 Euro bis 168.000 Euro werden in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen erzielt.

Außerdem zeigt die Studie, dass die Grundstücke in Ostdeutschland mit durchschnittlich 1.025 qm größer sind als in Westdeutschland mit 781 Quadratmeter. „Allgemein geht der Trend zu kleineren Grundstücken. So sind die durchschnittlichen Grundstücksgrößen bei Eigenheimen der Baujahre 2001 bis 2006 um etwa 30 Prozent kleiner gegenüber Objekten, die bis 1925 errichtet wurden“, sagte Kreutz.

Die durchschnittliche Wohnfläche in deutschen Eigenheimen beträgt 149,6 Quadratmeter. Nur bei wenigen Objekten liegt die Wohnfläche zwischen 75 und 90 Quadratmetern. Auch bei der Wohnfläche unterscheiden sich die Baualtersklassen. Eigenheime mit Baujahr vor 1925 sind mit durchschnittlich 160 Quadratmeter größer als Objekte jüngeren Datums. Eigenheime, die seit 1991 errichtet wurden, weisen durchschnittlich 149 Quadratmeter auf.

Weitere Informationen finden sich hier im Dekra-Bericht.
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