Der Braunschweiger Solarheizsystem–Hersteller Solvis hat vor kurzem die Erweiterung seiner erneut ausgezeichneten Nullemissionsfabrik mit einem Richtfest gefeiert. Das Betriebsgebäude wird um 5400 Quadratmeter erweitert.
Der größte Energieausweis, der aber gleichzeitig den "kleinsten" Verbrauch aufzeigt, hängt bei Solvis in Braunschweig.
Richtfest der neuen Produktions- und Lagerhalle.
Die neue Halle umfasst 5400 Quadratmeter Fläche und sieht eine Energieversorgung zu 100 Prozent durch eigene Anlagen vor.
Freuen sich über die positive Entwicklung und die zukünftigen Investitionspläne bei Solvis: (v.l.n.r.)Braunschweigs Wirtschaftsdezernent Joachim Roth, Solvis Geschäftsführer Helmut Jäger, Stellvertretender IHK-Präsident Braunschweig Adalbert Wandt und Solvis Geschäftsführer Klaus Terschüren.
Insgesamt umfasst die bereits mehrfach mit Preisen prämierte Nullemissionsfabrik dann eine Gesamtfläche von etwa 14.000 Quadratmetern. Zu den Auszeichnungen die das Unternehmen erhielt, gehört der Innovationspreis Architektur 2001 - der bereits vor dem Bau verliehen wurde, der europäische Solarpreis 2003, der Energy Globe 2003, der B.A.U.M. Umweltpreis 2007 mit dem das das Umweltmanagement ausgezeichnet wird, und in diesem Jahr für die energieeffizienteste Gewerbeimmobilie Deutschlands erhielt man den "PROM des Jahres 2008".
Solvis fertigt Solarkollektoren und Solarheizkessel in Deutschlands erster Nullemissionsfabrik - ein Gebäude, welches in der Jahresbilanz keine CO2- Emissionen verursacht. Auch die neue Lagerhalle gehört in das Konzept, nach welchem eine Energieversorgung zu 100 Prozent durch eigene Anlagen vorgesehen ist. „Wir machen aus dieser Fabrik dann eine Sonnenfabrik“, erläuterte Geschäftsführer Helmut Jäger die zukünftige Planung. So sollen bis zur Fertigstellung im Frühjahr 2009 weitere 2000 Quadratmeter Solarstrommodule und ein thermischer Langzeitspeicher mit 100.000 Liter Volumen zur Unterstützung der Wärmeversorgung installiert werden.
Zur Planung für das nächste Jahr gehört auch, dass eine neue automatisierte Kollektorproduktion ihre Arbeit aufnimmt und ein neues Schulungszentrum errichtet wird. Seitens Solvis hat man man in den Braunschweiger Standort 6 Millionen Euro investiert. Weitere 4 Millionen Euro Investitionen sollen noch hinzukommen, im Zuge dessen sind etwa 50 neue Arbeitsplätze vorgesehen. Den Wirtschaftsdezernenten Braunschweigs Joachim Roth freut dies natürlich sehr, denn laut Roth, „braucht eine Stadt erfolgreiche Unternehmen, um selbst erfolgreich zu sein“.
Solvis ist dafür ein gutes Beispiel. Im Jahr 2002 hatte man für etwa 150 Mitarbeiter die Nullemissionsfabrik eingeweiht, während aber mittlerweile bereits 320 Personen im Unternehmen arbeiten. Geschäftsführer Klaus-Henning Terschüren weist daraufhin, dass man das erfolgreichste Solvis-Jahr überhaupt abschließen wird. Der Umsatz des Unternehmens für dieses Jahr hat sich nahezu verdoppelt.
Und mit der neuen Lagerhalle wird auch das Nadelöhr „Versand“ in Zukunft dem weiteren Wachstum keine Hindernisse in den Weg stellen. Um Wärmeverluste zu vermeiden, fahren die LKWs zum Beladen in die Halle. Nach Fertigstellung der neuen Halle lassen sich drei LKW’s parallel zum Verladen in den Boden versenken. Dieses neue Beladeverfahren ermöglicht, dass dann innerhalb von 8 Stunden bis zu 30 LKW’s beladen werden können. Damit wird Solvis auch für die Zukunft gut gerüstet sein.
Und wenn man den scherzhaften Worten Jägers folgt, „dass die Solaranlage auf dem Dach, die beste Anlage für sichere Rendite nach der Anlage bei der Volksbank ist“, wird sich Solvis auch in den nächsten Jahren, als innovatives Unternehmen mit umweltfreundlichen Produkten und der nach wie vor größten Nullemissionsfabrik in Europa, auf dem Markt gut behaupten können.