Das größte Energieeinsparpotential liegt in Deutschlands Gebäudebestand. Und doch passiert im Bereich der Bestandssanierung viel zu wenig. Dabei könnten Altbaubesitzer zukünftig bis zu 70 Prozent ihrer Heizkosten sparen. Und auch bei der Planung eines Neubaus spielen energietechnische Gesichtspunkte eine immens wichtige Rolle. Mit einem neuen Fachbuch informiert Autor Reinhard Hoffmann ausführlich, wie man seinen Alt- oder Neubau energietechnisch auf einen zeitgemäßen Stand bringen kann.
Dieses Buch unterstützt u.a. bei der Auswahl eines geeigneten Heizsystems. Zudem verschafft einen Durchblick im Dämmstoffdickicht.
Den Energieverbrauch im eigenen Haus senken und damit gleichzeitig Kosten sparen sowie den CO2-Ausstoß verringern: Wie das mit neuen Konzepten im Alt- und Neubau funktioniert, zeigt Reinhard Hoffmann in seinem "Handbuch Hausversorgung mit alternativen Energien in Alt- und Neubauten", soeben erschienen in der Reihe Energietechnik des Franzis-Verlags. Außerdem dabei: Alle Informationen und Adressen zur Berechnung und Finanzierung von Baumaßnahmen.
Wohngebäude verbrauchen hierzulande mehr Primärenergie als der gesamte Verkehr. Es lohnt es also, durch bauliche Maß- nahmen den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern und die Energiekosten zu senken.
Bei der Planung eines Neubaus stehen den Bauherren alle Möglichkeiten offen. Neue Bau-Konzepte wie Niedrig-Energie-, Passiv- oder Sonnenhaus versprechen eine hohe Ausnutzung der eingesetzten Energie – die richtige Bauausführung vorausgesetzt. Reinhard Hoffmann gibt praxisnahe Tipps, wie und wo man erfahrene Architekten und Handwerker findet.
Doch 75 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland wurden vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 gebaut. Für diese Altbauten werden 30 bis 70 Prozent Einsparungspotenziale geschätzt. Das Handbuch erklärt, wie bei Sanierungen auch die Hausversorgung auf den aktuellsten Stand gebracht wird.
Heizwärme, die sich gleich wieder über Kältebrücken und schlecht gedämmte Wände oder Decken verflüchtigt, wird ohne Nutzen teuer erzeugt. Daher sind als erstes Wärmedämmung und Winddichtigkeit zu überprüfen. Wichtigste Fragen: Mit welchen Verfahren können Schwachstellen gefunden werden? Welche Materialien und welche Produkte sind auf dem Markt und wie sind sie einzusetzen?
Die Wahl des primären Energieträgers und des Heizsystems fällt heute allein wegen der Fülle von neuen Konzepten nicht leicht. Ob mit Gas oder Öl betriebene Niedertemperatur- oder Brennwertkessel, Wärmepumpen als Sole/Wasser- oder Luft/Wasser-Variante, Klein-Blockheizkraftwerke oder Pelletkessel: Reinhard Hoffmann erläutert Funktionsweisen, Kosten, Raumbedarf, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit aller Anlagen.
Auch in Deutschland macht Solarenergie Sinn. Berücksichtigt man Fördermittel und die zu erwartenden Preissteigerungen bei fossilen Rohstoffen, rechnet sich eine solarthermische Anlage auch wirtschaftlich. Mit den wichtigsten Informationen zu Kollektortypen, Reglern, Solarstationen und Speichern lassen sich Planung, Auswahl und Kauf aller Anlagenkomponenten leicht bewältigen.
In skandinavischen Ländern längst Standard, in Deutschland noch selten: die kontrollierte Wohn- raumbelüftung. Automatische Lüftungssysteme sorgen für saubere Raumluft und regulieren die Luftfeuchtigkeit – ohne Energieverluste. Falsch durchgeführte Fensterlüftung kann zu schlechter Raumluft und zu hoher Luftfeuchtigkeit führen, dieser wiederum zu Schimmelbildung. Reinhard Hoffmann stellt verschiedene Lüftungs-Systeme vor.
Schließlich machen das Glossar und eine umfangreiche Adressen- und Linkliste zu Fördermitteln, Energieverbrauch, Energieberater, Wärmedämmung, Heizsystemen, Sanieren von Altbauten, Niedrigenergie- und Passivhäusern und Solaranlagen aus diesem Buch ein umfassendes "Handbuch Hausversorgung".
Handbuch Hausversorgung mit alternativen Energien in Alt- und Neubauten,
Reinhard Hoffmann,
Franzis Buch- und Software Verlag,
Hardcover, 286 Seiten, 215 Abbildungen, 1. Auflage 2008,
ISBN: 978-3-7723-4225-7, Preis: 29,95 €.
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