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News vom 08.12.2008

Ermäßigter Mehrwertsteuersatz von der Sanitär- und Heizungswirtschaft gefordert

In ihrer Berliner Erklärung fordern die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e. V. (VDS) und die Vereinigung der Deutschen Zentralheizungswirtschaft e. V. (VdZ) zur Belebung der einbrechenden Neubau-, Sanierungs- und Renovierungskonjunktur die Einführung eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Bauinvestitionen.

Qualitativ hochwertig ausgerichtete Investitionen z. B. in gesundheitsfördernde Bäder und energieeffiziente Heizungen stabilisieren langfristig die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt.
Qualitativ hochwertig ausgerichtete Investitionen z. B. in gesundheitsfördernde Bäder und energieeffiziente Heizungen stabilisieren langfristig die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt.
Die Rezession in Deutschland erfasst zunehmend auch den Wirtschaftsbereich der Haus- und Gebäudetechnik, der Gebäudeausstattung sowie der Energietechnik. Dadurch werden nicht zuletzt dringend notwendige Investitionen in nachhaltige Gebäudemodernisierungen und Energieeffizienz-Maßnahmen verschoben oder unterbleiben sogar vollständig. Dabei ist die Bereitschaft privater Haus- und Wohnungsbesitzer grundsätzlich vorhanden, in diese Sektoren zum Werterhalt und zur Wertsteigerung ihrer Immobilien zu investieren. Diese Bereitschaft kann gegenwärtig nur durch einen kräftigen Impuls umgesetzt werden.

Die in der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) organisierten 50.000 Unternehmen der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche, die mit insgesamt rund 400.000 Mitarbeitern 2008 einen Umsatz von knapp 38 Mrd. Euro erzielen, fordern daher zur Belebung der einbrechenden Neubau-, Sanierungs- und Renovierungs- konjunktur die Einführung eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Bauinvestitionen und / oder einer steuerlichen Förderung entsprechend des früheren § 82a EStDVO.

Die von der Europäischen Kommission bereits vorgegebene Option einer entsprechenden Reduktion des Mehrwertsteuersatzes haben bislang Frankreich und Italien erfolgreich umgesetzt. In Deutschland hat sie die Bundesregierung bisher nicht verwirklicht.

Dabei könnten diese kurzfristig zu realisierenden Maßnahmen auch in Deutschland zur Sicherung der Unternehmen und damit zur Stabilisierung der Beschäftigung beitragen. Außerdem würde das volkswirtschaftliche Vermögen durch qualitativ hochwertig ausgerichtete Investitionen z. B. in gesundheitsfördernde Bäder und energieeffiziente Heizungen ebenfalls erhöht. Dies stabilisiert langfristig die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt.

Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) in Bonn ist der Dachverband der deutschen Unternehmen im Bereich Bad und Sanitär mit 10 Mitgliedsverbänden aus Industrie, Fachgroßhandel und Fachhandwerk. Der mittelständische Wirtschaftszweig umfasst ca. 50.500 Unternehmen aus allen drei Bereichen, mit zusammen rund 15,5 Mrd. EUR Gesamtumsatz und über 400.000 Beschäftigten. Die VDS vertritt dabei die gemeinsamen Interessen der Mitglieder in der Öffentlichkeit, insbesondere durch eine umfassende PR- und Öffentlichkeitsarbeit für den Lebensraum Bad. Neben der gesteigerten Nachfrage nach individuellen - zunehmend auch altersgerechten - Badlösungen, wird die Branche mit wassersparender Sanitärtechnik und fachgerechter Installation auch ihrer Verantwortung für nachhaltige Ressourcenschonung gerecht.

Die VdZ - Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e. V. in Bonn ist ein Dachverband mit neun Mitgliedsverbänden aus dem Bereich der Gebäude- und Energietechnik. Sie bündelt die gemeinsamen Interessen von Industrie, Großhandel und Fachbetrieben. Die Mitgliedsverbände repräsentieren 50.000 Unternehmen mit über 400.000 Beschäftigten und einem Branchenumsatz von derzeit rund 22 Milliarden Euro. Ziel der VdZ ist es, die gemeinsamen Interessen der Mitgliedsverbände zu unterstützen. Die VdZ bekennt sich zu den Zielen einer rationellen und energiesparenden Energieverwendung und Schonung der Ressourcen. Im Fokus steht der Einsatz umweltfreundlicher und energiesparender Systemtechnologien für die Wärmeversorgung sowie Lüftung und Klimatisierung von Gebäuden. Bei der Aufbereitung von Informationen verfolgt die VdZ das Ziel einer systemübergreifenden und energieträgerneutralen Darstellung.
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