Wie gestaltete sich die aktuelle Entwicklung der Rohölimporte gegenüber der des Vorjahres, wie entwickelte sich der Preis und welches sind die wichtigsten Lieferländer? Der monatliche Blick auf das Öl gibt die Antworten.
Die Aufteilung der im März 2009 insgesamt eingeführten 8.684 Mio Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland.
Im März 2009 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 8,7 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 11,3% weniger als ein Jahr zuvor (9,8 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im März 265,32 Euro und lag damit um 47,4% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (504,26 Euro). Gegenüber Februar (257,66 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 3,0% gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im März auf 2,3 Milliarden Euro und lag damit um 2,6 Milliarden Euro niedriger als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des 12-Monatszeitraums April 2008 bis März 2009 mit der entsprechenden Referenzperiode April 2007 bis März 2008
- sanken die Rohöleinfuhren um 3,3% von 106,6 auf 103,1 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 44,2 Milliarden Euro um 1,7 Milliarden Euro niedriger aus;
- lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 428,43 Euro (vorher 429,96 Euro) im Schnitt um 0,4% niedriger.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 30 Lieferländern (siehe Tabelle!) waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (33,5 Millionen Tonnen), Norwegen (16,0 Millionen Tonnen), Großbritannien (13,0 Millionen Tonnen), Libyen (9,8 Millionen Tonnen) und Kasachstan (6,8 Millionen Tonnen). 28,1% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 21,6% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.