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News vom 27.05.2009

Brennstoffzellen-Heizgerät fürs Eigenheim

Mit der Präsentation der GAMMA 1.0-Version stellte die Hamburger Baxi Innotech GmbH nach der ISH nun auch dem breiten Publikum der Hannover Messe das technisch ausgereifte Konzept des auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeitenden Brennstoffzellen-Heizgerätes vor.

Klein, aber äußerst wirkungsvoll – wie das ganze Brennstoffzellen-Heizgerät: Guido Gummert, Geschäftsführer der Baxi Innotech, gibt Einblick in das neue GAMMA 1.0-Aggregat. Der integrierte Wechselrichter von SMA ist ein Beispiel für solide Komponentenentwicklung, die das Unternehmen in Kooperation mit ihren Zulieferern praktiziert. Foto: Baxi Innotech
Klein, aber äußerst wirkungsvoll – wie das ganze Brennstoffzellen-Heizgerät: Guido Gummert, Geschäftsführer der Baxi Innotech, gibt Einblick in das neue GAMMA 1.0-Aggregat. Der integrierte Wechselrichter von SMA ist ein Beispiel für solide Komponentenentwicklung, die das Unternehmen in Kooperation mit ihren Zulieferern praktiziert. Foto: Baxi Innotech
Baxi Innotech setzt zum Markteinstieg verstärkt auf „Made in Germany“ und kooperiert mit SMA. „Das Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH) fürs Eigenheim auf den Markt zu bringen, ist klar darauf ausgerichtet, alle beteiligten Marktpartner frühzeitig einzubeziehen und gemeinsam eine sinnvolle Wertschöpfungskette auf Basis einer Win-Win-Situation aufzubauen“, gab Guido Gummert, Geschäftsführer der Baxi Innotech, auf der Hannover Messe bekannt. Das Geschäftsmodell, gemeinsam in Vorleistung zu entwickeln und den Markt anzusteuern, scheint aufzugehen – dies gelte nach seiner Aussage sowohl für Schlüsselkomponenten wie Brennstoffzellen-Stack und Reformer als auch für die große Anzahl von Systemkomponenten. Ein herausragendes Beispiel sei hier die Zusammenarbeit mit dem Kasseler Wechselrichter-Spezialisten SMA.

Mit der Präsentation der GAMMA 1.0-Version stellte der Hamburger Diplom-Ingenieur dem breiten Messepublikum das technisch ausgereifte Konzept des auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeitenden Brennstoffzellen-Heizgerätes vor. Es ist ein in seinen geringen Ausmaßen, in Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit marktnahes Aggregat zur gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom, das nun in die Endphase der Entwicklung geht – verstärkt mit dem Gütesiegel „Made in Germany“, durch die Fertigung der ersten Kleinserie in Hamburg belegt.

Aussichtsreiches Marktpotenzial, langfristige Wertschöpfung durch Innovation Intelligente Wechselrichtertechnik, basierend auf 25 Jahren Erfahrung, zeichnet SMA aus. Der Hersteller, der insbesondere als Pionier für die Wandlung von Gleich- in Wechselstrom in der Solartechnik bekannt wurde, setzt nun auf eine Wechselrichter-Innovation für die Kraft-Wärme-Kopplung im Einfamilienhaus.

Auf Basis der Produktspezifikationen der Baxi Innotech findet der SMAWechselrichter seinen Einsatz in der GAMMA 1.0, die im Rahmen des Callux-Projekts den Praxistest für den Markeintritt in Deutschland absolviert. Vor dem Hintergrund eines möglichen künftigen Jahresbedarfs von bis zu
250.000 Anlagen, die den technischen Anforderungen der Mikro-Kraft-Wärmekopplung allein in Deutschland gerecht werden, sieht Baxi Innotech ein enormes Potenzial für den Einsatz seiner BZHs. Der Auftrag zum Aufbau einer nationalen und internationalen Wertschöpfungskette wird dadurch langfristig gestärkt.

„Wir sehen uns als Entwickler und Systemhersteller mit einer klaren Abgrenzung bei der Fertigungstiefe. Enge Kooperationen mit Entwicklungspartnern und deutschen Komponentenherstellern mit entsprechendem Know-how ermöglichen uns, Wissen im Detail zu entwickeln und eine geschlossene Lieferkette aufzubauen. Strategische Kooperationen, wie mit dem Brennstoffzellen-Stack-Hersteller Ballard Power Systems helfen, die technischen Produktanforderungen zu erfüllen. Das ermöglicht auch weiterhin die Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern und kommt letztendlich allen Marktpartnern zu Gute“, ergänzt Guido Gummert.

Solide Entwicklung und Fertigung auf qualitativ hohem Niveau zahlt sich aus: Das rege internationale Interesse an dem kleinen klimafreundlichen Kraftpaket im Keller setzte bereits die Bestellungen für die GAMMA 1.0 im europäischen Ausland in Gang.

Niedertemperatur-PEM – konzeptionell ausgereift und im Feld bewährt
Im Mai beginnt die CE-Zertifizierung dieser neuen Baureihe, ab Oktober läuft die Auslieferung der ersten GAMMA 1.0-Aggregate für das Callux-Projekt an.

Schon die Feldtestergebnisse der BETA 1.5-Generation brachten es an den Tag: die auf Niedertemperatur basierende PEM (Polymer-Elektrolyt-Membran)-Brennstoffzelle ist für die Anwendung im Heizgerät der ideale BZ-Typ. Ein an das Einfamilienhaus angepasstes Betriebstemperatur-Niveau, kurze Start-Stop-Zeiten und das auf den Kundennutzen optimierte Modulationsverhalten zeichnen die Technik der Baxi Innotech aus. Mit der auf 1,0 kWel und 1,7 kWth fixierten Leistungsklasse wird zudem das Produktionsverhältnis von Strom zu Wärme bei der GAMMA-Version weiter optimiert. Sie wird in Hinblick auf den höheren Nutzungsgrad und bessere Betriebszeiten übers Jahr die Erwartungen an eine bewährte Zukunftstechnologie noch besser erfüllen – mit dem erfreulichen Nebeneffekt, deutlich weniger CO2 gegenüber der konventionellen Brennwerttechnik zu erzeugen.

Eine Dimension, mit der die GAMMA 1.0 schon mehr als die Grundlast abzudecken vermag. Eigenheimbesitzer können so etwa zwei Drittel des Warmwasser- und Heizungsbedarfs und sogar knapp drei Viertel des Stroms in Eigenregie aus der KWK erzeugen. Seine volle Leistungsfähigkeit entfaltet das Aggregat mit einem integrierten Brennwertgerät, dem Anschluss eines separaten Wärmespeichers und der Einbindung eines Energiemanagers – einem ausgefeilten Regelungssystem, für einen anspruchsvollen Wärmekomfort.
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