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News vom 15.06.2009

Wie Kommunen weniger Geld verheizen

Auf steigende Energiekosten gibt es eine Antwort: Energie effizient einsetzen, Energie sparen und Erneuerbare Energien nutzen. Das Bundesumweltministerium hat mit Unterstützung der Agentur für
Erneuerbare Energien die Informationsbroschüre „Nachhaltige Wärmekonzepte“ für Kommunen erstellt.

Die Beispiele in dieser Broschüre sollen Lust machen<br />auf eine nachhaltige Energiezukunft. Sie zeigen: Es<br />rechnet sich. Nicht nur Kommunen, Bürgerinnen und<br />Bürger profitieren durch sinkende Energiekosten. Die<br />Projekte strahlen vielfach weit darüber hinaus, indem<br />sie Handwerk, Industrie, Land- und Forstwirtschaft in lokalen<br />Wirtschaftskreisläufen stärken. Quelle: BMU
Die Beispiele in dieser Broschüre sollen Lust machen
auf eine nachhaltige Energiezukunft. Sie zeigen: Es
rechnet sich. Nicht nur Kommunen, Bürgerinnen und
Bürger profitieren durch sinkende Energiekosten. Die
Projekte strahlen vielfach weit darüber hinaus, indem
sie Handwerk, Industrie, Land- und Forstwirtschaft in lokalen
Wirtschaftskreisläufen stärken. Quelle: BMU
In der Broschüre werden nachhaltige Wärmekonzepte in unterschiedlichen Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland beschrieben. Sie sollen andere Kommunen zum Nachahmen anregen. Eines haben alle Beispiele in der Broschüre gemeinsam: Die Wärmekosten konnten für die Kommunen deutlich gesenkt werden. „Für die fossile Wärmeerzeugung werden jährlich Milliarden von Euros verheizt. Die Umstellung auf Erneuerbare Wärme senkt die Energiekosten deutlich und schafft eine verlässliche Kostenkontrolle“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, anlässlich der Vorstellung der Broschüre „Nachhaltige Wärmekonzepte“.

Neben vielen längerfristigen Fördermöglichkeiten unterstützt der Bund mit bis zu zehn Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket II zusätzliche Investitionen der Kommunen und der Länder in die energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden. Der Zeitpunkt für eine Investition in nachhaltige Wärmekonzepte könnte also für Kommunen nicht besser sein.

Vorbildlich: Steinfurt ist „Energie-Kommune des Monats“ Ein Beispiel mit Vorbildcharakter ist der Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen. Seit 2005 werden die Gebäude der Kreisverwaltung, ein Schulzentrum sowie ein Gesundheitszentrum und ein Freibad mit Nahwärme aus einer Biogasanlage versorgt. „Bereits jetzt spart der Kreis durch die Umstellung von Erdgas auf Biomasse 35.000 Euro jährlich ein“, berichtet Ulrich Ahlke, Leiter des Agenda 21 Büros des Kreises Steinfurt. Das Biogas wird durch eine 3,6 Kilometer lange Biogasleitung in die Stadt transportiert und dort verstromt. Die entstehende Wärme wird wiederum in das Nahwärmenetz eingespeist und kommt so direkt, ohne große Verluste, beim Verbraucher an. Die Steinfurter wollen sich in Zukunft komplett aus Erneuerbaren Energien versorgen. Im Jahr 2008 hat der Kreistag ein Klimaschutzprogramm mit dem Ziel verabschiedet, bis 2050 energieautark zu sein.

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat Steinfurt für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats Mai 2009 ausgezeichnet. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal  www.kommunalerneuerbar.de ausführlich vor.

Die Broschüre kann hier im Internet heruntergeladen werden.
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