Sulurcell, Hersteller von CIS-Dünnschicht-Solarmodulen, geht neue Wege im gewerblichen Bauen. Das neu entwickelte Kassettenmodul kann, wie konventionelle Fassadenkassetten, rahmenlos in die Fassadenkonstruktion eingehängt werden.
Solares Bauen mit Sulfurcell: Die Solare Fassadenkassette kann rahmenlos in
die Fassadenkonstruktion eingehängt werden. Foto: SULFURCELL Solartechnik GmbH
Anders als bei herkömmlichen fassadenintegrierten Solaranlagen entsteht als Gebäudehülle eine geschlossene Glasfassade, die edel aussieht und gleichzeitig Strom erzeugt. Das Kassettenmodul schützt die dahinterliegende Isolation zudem vor Witterung und führt Regenwasser kontrolliert ab (Kaltfassade).
Sulfurcell hat für das Modulsystem klassische Fassadenkassetten um ein Laminatmodul auf der Oberfläche erweitert. Dieses ist mit einer vier Millimeter starken, gehärteten Frontscheibe ausgestattet und bietet die hohe mechanische Stabilität, die der TÜV von Solarmodulen fordert. Das Kassettenmodul kommt erstmalig beim Neubau des Sulfurcell Firmensitzes zum Einsatz. Über 800 Module an der Fassade und eine 300 kw-Dachanlage stellen zukünftig erneuerbare Energie für den eigenen Produktionsbetrieb in Berlin zur Verfügung. Der Fachöffentlichkeit stellte Sulfurcell das Modul jüngst auf der Intersolar in München vor.
Technische Details:
- Verfügbare Leistungsstufen: 55 Wp, 57,5 Wp, 60 Wp
- Abmessungen: b x h x t = 1250 x 650 x 85 mm Über Sulfurcell
Sulfurcell hat sich aus dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, ehemals Hahn-Meitner-Institut, entwickelt. Schon heute gehört das Unternehmen weltweit zu den drei führenden Herstellern von Dünnschicht-Solarmodulen auf Basis von CIS-Halbleitern. Im Jahr 2008 stellten Sulfurcell namhafte internationale Investoren, darunter Intel Capital und der von Vattenfall Europe und Gaz de France getragene Fonds BEU, eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von 85 Millionen Euro zur Verfügung. Das frische Kapital fließt nun in den Bau der neuen 75 Megawatt Produktion.