Seit dem ersten Juli gibt es die neue VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG). Professor Dr. Uwe Franzke wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Neuer Vorsitzender der GBG: Prof. Uwe Franzke. Foto: VDI
Zur neuen Fachgesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG) gehören die Fachbereiche Architektur, Bautechnik, Technische Gebäudeausrüstung und Facility Management. "Die neue Struktur in der Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik bietet eine hervorragende Plattform, um diese Themen gemeinsam zu bearbeiten und einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis zu geben", sagt Franzke. Geschäftsführer der GBG ist Thomas Terhorst.
Neue Struktur im VDI-Bereich Technik und Wissenschaft
Die neue Fachgesellschaft GBG ist Teil der neuen Struktur im VDI-Bereich Technik und Wissenschaft. Statt bisher 22 Fachgesellschaften gibt es jetzt zehn. Auch Franzke unterstützt den Kurs: "Die Neustrukturierung des VDI ist ein richtiger und wichtiger Schritt, um den VDI schlagkräftiger und wettbewerbsfähiger zu machen." Innerhalb der neuen zehn Fachgesellschaften haben VDI-Mitglieder künftig die Möglichkeit, aus über 50 Fachbereichen (Themenfeldern) vier auszuwählen, die sie am meisten interessieren. Das Spektrum reicht von der Architektur über die technische Logistik bis hin zur Werkstofftechnik. Aus den Fachbereichen bekommen sie alle wesentlichen Informationen beispielsweise zu neuen VDI-Richtlinien, fachspezifischen Tagungen und aktuelle Informationen zu neuen technischen Trends. Den Fachbereichen zuordnen, können sich VDI-Mitglieder bequem online unter: www.vdi.de/neuzuordung. Darüber hinaus können sie unter dieser Adresse ihr Profil jederzeit ändern, ohne dass eine Mail oder ein Brief an die Mitgliedsabteilung geschickt werden muss. Alternativ haben die VDI-Mitglieder weiterhin die Möglichkeit, sich einer Fachgesellschaft zuzuordnen. Die neue Struktur stärkt das Leistungsangebot des VDI, schafft flexible Strukturen und erhöht besonders den Service für die Kunden, die VDI-Mitglieder.
Drei Fragen an Prof. Dr. Uwe Franzke, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik 1. Mit welchen Themen/Aktivitäten möchten Sie künftig die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik im Außenverhältnis positionieren?
Architekten, Bauingenieure und die Ingenieure der Technischen Gebäudeausrüstung stehen in einer gemeinsamen Verantwortung für die Schaffung einer lebenswerten Umwelt in Form der Straßen, Brücken, Infrastruktur und natürlich den Gebäuden. Gemeinsam mit den Ingenieuren des Facility-Managements sind sie verantwortlich für die Realisierung einer ressourcenschonenden Errichtung und einem kostengünstigen Betrieb innerhalb des gesamten Lebenszyklus. Die neue Struktur des VDI in der Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik bietet eine hervorragende Plattform, um diese Themen gemeinsam zu bearbeiten und einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis zu geben. Ingenieure dieser Disziplinen gestalten die Welt, in der wir leben!
2. Wo sehen Sie die künftigen Herausforderungen der Branche (Ihres Bereiches)?
Bei einem Anteil der Gebäude von 40 % am Endenergiebedarf der Bundesrepublik muss unser Bestreben darauf gerichtet sein, bei Sicherstellung der Nutzbarkeit den Energieverbrauch spürbar zu reduzieren. Eine der großen Herausforderungen sehe ich weiterhin in der Sicherung der Qualität unserer Gebäude. Trotz aller Individualität und Einzigartigkeit der Gebäudeentwürfe muss es gelingen, die Effizienz bei der Gebäudeerrichtung zu erhöhen und die Fehlerhäufigkeit zu reduzieren.
Bei aller Fokussierung auf das Gebäude müssen aber auch bisher eigenständige Themen, z. B. im Bereich des Straßen- und Tiefbaus weiterentwickelt werden.
3. Mit der Neustrukturierung im VDI gibt es jetzt zehn Fachgesellschaften. Wo sehen Sie besondere Stärken in der Neustruktur des Bereichs Technik und Wissenschaft für die Fachöffentlichkeit und VDI-Mitglieder?
Durch die Neustrukturierung des Bereiches Technik und Wissenschaft sehe ich speziell für die Mitglieder die Chance, gezielter Informationen zu Themen außerhalb der bisherigen statischen Zuordnung zu einer Fachgesellschaft zu erhalten.