Nach dem Brandschaden in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli, bei dem ein hoher zweistelliger Millionenschaden entstanden ist, sind die Aufräum- und Sanierungsarbeiten beim Iserlohner Armaturenhersteller Dornbracht in vollem Gang.
Matthias Dornbracht arbeitet mit einem Sanierungsteam von mehr als 70 Spezialisten.
Foto: Albrecht Fuchs
Die komplette Oberflächenveredelung sowie Teile der Montage und des Lagers, und damit der Materialbestände, sind betroffen und müssen wieder aufgebaut werden. Die SHK-Szene hat
hier über den Brand bei Dornbracht bereits berichtet. Inzwischen haben fast die Hälfte der Mitarbeiter ihre Tätigkeit wieder aufnehmen können. Das Unternehmen gibt in dieser Woche genauere Auskunft über die Verfügbarkeit seiner Produkte und die weiteren Entwicklungen.
Um dem Markt schnellstmöglich wieder zur Verfügung zu stehen, hat sich das Unternehmen für eine kurzfristige Konzentration auf ein Kernsortiment entschieden. Das Kernsortiment wird zunächst auf die Oberfläche Chrom beschränkt und aus den wichtigsten Produkten der Serien MEM, Tara, Tara Logic, Meta.02, Symetrics, Lulu, Madison sowie aus den Villeroy & Boch Serien Cult und Square bestehen. Allerdings werden Aufträge für dieses Kernsortiment vorübergehend mit erheblich verlängerten Lieferzeiten bestätigt.
Voraussichtlich gegen Ende des Jahres wird dieses Kernsortiment in einem nächsten Schritt um weitere Oberflächen-Varianten und Produkte ergänzt. Die in diesem Frühjahr vorgestellten Produktneuheiten, unter anderem die Serie Supernova, werden dann ebenfalls wieder in die Produktion aufgenommen.
Die Verfügbarkeit des kompletten Produktprogramms wird nach heutiger Einschätzung erst wieder im Lauf des ersten Quartals 2010 erwartet. Zur gleichen Zeit wird aller Voraussicht nach auch der Dornbracht "x-Tra-Service" (Sonderanfertigung) wieder zur Verfügung stehen.
Erste Auslieferungen erfolgt
Mit der Lieferung von Ersatzteilen wurde bereits in der vergangenen Woche wieder begonnen. Das Unternehmen bemüht sich, bereits bestehende Aufträge möglichst vollständig und termingerecht auszuliefern. Neu eingegangene und noch nicht bestätigte Aufträge werden mit den Kunden hinsichtlich des Kernsortiments und der zu erwartenden Lieferzeiten abgestimmt.
Produktion läuft wieder an
Ab dieser Woche beginnen die Lieferanten wieder mit ihren Anlieferungen bei Dornbracht, so dass schrittweise die Materialversorgung wieder hergestellt wird. Parallel werden in der Produktion die Oberflächenbearbeitung und die Montage angefahren. Für die Verchromung werden externe Kapazitäten gesichert, bei denen im Lauf der nächsten beiden Wochen die Arbeit aufgenommen wird. Im Rahmen einer Interims-Organisation wurden unter der Leitung der Geschäftsführung mehrere Teams gebildet.
Das Sanierungsteam um Matthias Dornbracht arbeitet mit mehr als 70 Spezialisten aus den Fachbereichen und unterstützt von Sanierungsunternehmen in Tag- und Nachtschichten an der schnellen Wiederherstellung der betroffenen Gebäudeteile und der betrieblichen Anlagen. „Wir haben mit unseren Fachkräften ausgezeichnete Experten im Unternehmen, deren außergewöhnlicher persönlicher Einsatz in dieser Lage unersetzbar ist", so Matthias Dornbracht. „Die Schäden an Gebäuden, Anlagen und Maschinen, den Materialien sowie die Schäden aus der Betriebsunterbrechung sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt."