Bosch Thermotechnik baut das Geschäft mit Großanlagen aus. Die Kunden profitieren künftig von einem breiteren Angebot an Komplettlösungen.
3-Zug Großwasserraumkessel LOOS UNIVERSAL Modular Boiler U-MB (Kessel in Modulbauweise). Foto: Loos
Der Bosch-Geschäftsbereich Thermotechnik hat die Loos Deutschland GmbH sowie ihre ausländischen Tochtergesellschaften und Beteiligungen am 3. August übernommen. Zuvor hatten die Kartellbehörden den Erwerb von 100 Prozent der Geschäftsanteile des Unternehmens mit Sitz in Gunzenhausen genehmigt. Loos ist ein führender europäischer Anbieter hocheffizienter Dampf- und Heißwasserkessel im gewerblichen und industriellen Segment. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 600 Mitarbeitern rund 130 Millionen Euro. Bosch setzt mit der Übernahme seine Strategie fort, die Unternehmensbereiche Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik sowie Industrietechnik zu stärken. Organisatorisch wird das Unternehmen als Teil des Geschäftsbereichs Thermotechnik geführt.
Die Leitung der neuen Einheit übernehmen Dr. Joachim Lenz (Vorsitz), Martina Loos und Rudolf Hofmann. Lenz wird die bisherigen Verantwortungsbereiche Technik, Entwicklung und Produktion von Jochen Loos übernehmen. Gleichzeitig leitet Lenz weiterhin die Fertigung im Produktbereich „Bodenstehende Kessel“ der Bosch Thermotechnik GmbH. Martina Loos wird wie bisher den Bereich Wirtschaft und Finanzen leiten. Rudolf Hofmann, bislang Geschäftsbereichsleiter Vertrieb und Marketing der Loos Deutschland GmbH, wird für den internationalen Vertrieb und das Produktmanagement verantwortlich sein.
Für den weltweiten Groß- und Industriekessel-Markt werden überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten prognostiziert, da der Trend zu effizienteren Systemen anhält. Das Produktportfolio von Bosch und Loos deckt nun den gesamten Leistungsbereich bis 38 MW ab. Die Planungs- und Projektierungskompetenz von Loos und das weltweite Vertriebsnetz von Bosch ermöglichen es, gemeinsam zusätzliche Marktanteile zu gewinnen und neue Märkte zu erschließen. Den Kunden können künftig verstärkt Komplettlösungen aus einer Hand angeboten werden.