Aktuelle Trends in der Wasseraufbereitung sowie Stand und Zukunft der Zusammenarbeit zwischen dem Technischen Hilfswerk (THW) und Berkefeld standen im Vordergrund des Besuchs von THW-Präsident Albrecht Broemme am Standort des Wassertechnikunternehmens in Celle. Berkefeld beliefert die Katastrophenhilfsorganisation bereits seit Ende der 50er Jahre mit mobilen Systemen zur Wasseraufbereitung und unterstützt die Helfer des THW’s mit Schulungen.
THW Präsident Albrecht Broemme (rechts) und Wolfgang Lindmüller, Landessprecher THW Niedersachsen (links) diskutieren mit Boris Schwarz, verantwortlich für mobile Anlagen bei Berkefeld, über die Einsatzmöglichkeiten der neu entwickelten Wasseraufbereitung. Rechts das UF-Modul mit Keramikmembran. Foto: Berkefeld
Thema war auch die von Berkefeld gemeinsam mit dem THW entwickelte Anlage TWA 15 UF. Dieses mit Keramikmembranen zur Ultrafiltration (UF) ausgestattete System liefert je nach Bedarf zwischen 5 und 15 Kubikmeter sauberes Wasser pro Stunde. Es ist für Einsätze im Ausland und in Deutschland geeignet. Die Anlage wurde so konstruiert, dass sie die strengen KTW / DVGW W 270-Regularien erfüllt und somit auch zur Trinkwasserversorgung in Deutschland zugelassen ist. Neben der UF beinhaltet das modular aufgebaute System unter anderem die Komponenten Grobfiltration mit Diskfiltern, Flockungs- und Adsorption, Desinfektion mit UV-Licht, Depotchlorung sowie Trinkwasserlagerung und -verteilung. Die verschiedenen Verfahrensschritte können auf jeden Einsatzfall individuell angepasst unterschiedlich kombiniert werden. Boris Schwarz, verantwortlich für mobile Wasseraufbereitung zur Katastrophenhilfe, erläuterte die hohe Mobilität der Anlage, die in den Frachtraum jedes Linienflugzeugs passt. Im Gespräch betonte THW-Präsident Albrecht Broemme die seit vielen Jahrzehnten fruchtbare Kooperation. Für die Zukunft wurde eine weitere Zusammenarbeit vereinbart, um die Einsatzmöglichkeiten des THW in der Wasseraufbereitung für weltweite Hilfseinsätze weiter zu optimieren.