Nach dem Brand Ende Juli hat Dornbracht vor kurzem die Auslieferungen von neu
produzierter Fertigware wieder aufgenommen. Schon seit Ende August konnte der Armaturenhersteller wieder Unterputzteile liefern. Seit dem 12. Oktober wurden bereits über 3.000 Lieferscheine mit Ware der Serien Tara., Meta.02, MEM und Symetrics in der Oberfläche Chrom kommissioniert und durch einen Logistikdienstleister an die weltweiten Kunden versendet. Damit liegt das Iserlohner Familienunternehmen voll im Zeitplan für die Wiederaufnahme der Produktion und die Auslieferung von Bestellungen.
Für Matthias Dornbracht sind die Investitionen in Iserlohn ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Foto: Dornbracht
Darüber hinaus bestätigen weitere positive Entwicklungen den Erfolg der Übergangskonzepte für die Produktion und die Logistikprozesse. Ab sofort können Produkte der ISH-Neuheiten Supernova und Villeroy & Boch LaFleur in der Oberfläche Chrom wieder bestellt werden. Mit der Auslieferung dieser Serien beginnt Dornbracht ab Mitte Februar 2010. In Kürze sollen weitere Serien, die im Laufe des zweiten Quartals 2010 lieferbar sind, das Kernsortiment ergänzen.
Zudem nimmt der Armaturenhersteller ab sofort wieder Aufträge für Ausstellungsware im Rahmen des Kernsortiments an. In der Anfangsphase des Wiederaufbaus musste sich Dornbracht zunächst auf die Lieferung von Kundenaufträgen konzentrieren. Die SHK-Szene des HaustechnikDialogs hat
hier über den Brand und
hier über die Wiederaufbaumaßnahmen bei Dornbracht berichtet.
Investitionen am Standort Iserlohn: Fertigstellung der neuen Produktionshalle bis Ende des Jahres
Dornbracht ist eines der wenigen Unternehmen der Sanitärbranche, das zu 100 Prozent in Deutschland produziert. „Für uns war von Anfang an klar, dass wir die bei dem Brand zerstörten Produktionshallen wieder am Standort Iserlohn aufbauen. Für den Neubau eines Produktionsgebäudes sowie Anlagen und Maschinen investieren wir einen zweistelligen Millionenbetrag“, so Geschäftsführer Matthias Dornbracht. „Für Dornbracht ist die kontinuierliche Investition in den Standort Iserlohn auch ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland. Dornbracht Produkte werden auch zukünftig ausschließlich ’Made in Germany’ sein.“ Mit dem Bau der neuen Produktionshalle wird in Kürze begonnen. Die Fertigstellung ist bereits für Ende des Jahres geplant.
Die Planungen sehen eine Erweiterung des in den vergangenen zwei Jahren auf dem Firmengelände etablierten Konzepts der modularen Fabrik vor. Neben dem bereits bestehenden Technologie-Modul, dem Küchen-Modul, dem Neuheiten-Modul und dem Kommunikations-Modul soll dieses Konzept um ein Produktions-Modul ergänzt werden. Mit speziellen, multifunktionalen Hallen, in denen Anlagen und Maschinen flexibel eingerichtet werden können, trägt Dornbracht den sich ständig verändernden Bedürfnissen des Marktes Rechnung.
Die Interimsproduktion in der Oberflächenveredelung wird bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes mit den Gavaro-Galvanikrobotern im Mehrschichtbetrieb fortgeführt. Zusätzliche, extern gesicherte Kapazitäten ermöglichen Dornbracht die Herstellung des Kernsortiments in ausreichenden Stückzahlen. Die Qualität wird dabei, wie gewohnt, von Dornbracht Mitarbeitern sichergestellt.