Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V. wurde das 40-jährige Bestehen der Kölner Fachorganisation gewürdigt. Der Essener Energiedienstleister ista fördert die Projektarbeit der DESWOS erneut mit einem Betrag von 15.000 Euro zum Aufbau einer Solarküche in Kabul, Afghanistan.
Das Wirtschaftsgymnasium Jamhuriat ist die einzige weiterführende Schule in Kabul, die Mädchen in Wirtschaftsfächern unterrichtet. Jahrelang hielten die Taliban die Schule geschlossen. Erst mit der Hilfe deutscher Diplomatie wurde sie 2002 wieder geöffnet und hat seitdem großen Zulauf. Trotzdem behalten viele Eltern ihre Töchter zuhause, weil den Mädchen der sehr häufig lange Schulweg ohne eine richtige Mahlzeit nicht zuzumuten war. Ein Mittagessen konnten sich bislang nur Mädchen aus reicheren Familien leisten, denn in der Schule wurde zum Kochen teures Gas oder Holz verwendet, das im holzarmen Afghanistan nicht leicht zu beschaffen ist.
„Der DESWOS und uns war wichtig, dass alle rund 1.300 Schülerinnen über Mittag gut versorgt sind und wir freuen uns, dass wir damit indirekt auch die Bildungsbemühungen für Mädchen in Afghanistan unterstützen können. Gleichzeitig sollte hier auch eine Lösung für energieeffizientes Kochen gefunden werden. Deshalb wird in Kürze eine Solarküche mit Dampferzeugung installiert“ beschreibt Geschäftsführer Peter Ruwe die Gründe für das Engagement von ista.
Mit der Spende von ista kann jetzt auf dem Dach der Schule ein Trägergerüst mit Parabolspiegeln installiert werden, die einen Dampfkocher für die Schulküche in Betrieb setzen. Damit wird den Schülerinnen des Gymnasiums eine warme Mahlzeit pro Tag ermöglicht und deren Bildung gefördert.
Über DESWOS
Die DESWOS ist ein privater gemeinnütziger Verein. Er wird von den im GdW organisierten Verbänden und deren Mitgliedern getragen. Auftrag der DESWOS ist es, Wohnungsnot und Armut in Entwicklungsländern zu bekämpfen. Dies geschieht durch Hilfe zur Selbsthilfe beim Bau von Wohnraum für Not leidende Familien und bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenzen. Es sind über 660 Wohnungsunternehmen des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und über 170 Privatpersonen der Wohnungswirtschaft Mitglied der DESWOS.