Nach seinem Rücktritt am 25. Januar 2011 als CEO der AFG hat Gründer und Hauptaktionär der Arbonia-Forster-Gruppe Edgar Oehler am 01. April 2011 auch seinen Rücktritt als Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats bekannt gegeben. Laut Zeitungsberichten soll es bei der Industriegruppe Arbonia Forster Widerstand gegen den Verwaltungsratspräsidenten Edgar Oehler gegeben haben.
Dr. Edgar Oehler, Gründer der AFG Arbonia-Forster-Holding AG. Bild: Oehler
Weltweit ist die AFG mit rund 50 eigenen Produktions- und Vertriebsgesellschaften sowie mit Vertretungen und Partnern in über 70 Ländern aktiv. Zu ihr gehören die Marken Kermi, Arbonia, Prolux, ASCO Swiss, Aqualux, Forster Küchen, Forster Kühlen, Miele Die Küche, Warendorf, Piatti, EgoKiefer, RWD Schlatter, Slovaktual, Forster Präzisionsstahlrohre, Forster Profilsysteme, STI | Hartchrom und die Asta.
Am 25. Januar 2011 hatte Edgar Oehler seinen Rücktritt aus Altersgründen von seinem Amt als CEO der AFG Arbonia-Forster-Gruppe bekannt gegeben. Er wollte sich anschließend auf das Amt des Präsidenten des Verwaltungsrats der AFG Arbonia-Forster-Holding AG konzentrieren. Am 01.April 2011 ist der Gründer und Hauptaktionär der AFG auch als Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats zurückgetreten.
Dazu Oehler in einer Stellungnahme am 01. April 2011:
"Ich habe dem Verwaltungsrat mitgeteilt, dass ich als Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats der AFG Arbonia-Forster-Holding AG per 30. April 2011 zurücktreten und damit meine entsprechenden Funktionen bei der AFG abgeben werde. Wie bereits früher angekündigt, werde ich auch die Funktion des CEO zum Datum der diesjährigen Generalversammlung niederlegen. Als mit Abstand grösster Aktionär der AFG werde ich hingegen meinen Sitz im Verwaltungsrat bis mindestens zum Ablauf meiner Amtszeit an der GV 2012 behalten.
Die Trennung von meinem Lebenswerk fällt mir nicht leicht. Ich bin mit der AFG seit über 25 Jahren eng verbunden. Von 1985 - 1990 leitete ich als Generaldirektor das Unternehmen und brachte es 1988 an die Börse. Im September 2003 übernahm ich von der Erbengemeinschaft des Gründers Jakob Züllig die Aktienmehrheit und baute das Unternehmen Schritt für Schritt zu einem der führenden Bauzulieferer Europas aus.
Alle meine Funktionen habe ich in all diesen Jahren immer mit höchstem Engagement ausgefüllt. Nach der erfolgreichen Bewältigung einer durch die Finanz- und Wirtschaftskrise bedingten schwierigen Periode verfügt die AFG heute wieder über vielversprechende Perspektiven. Ich übergebe die Führung der AFG meinen Nachfolgern deshalb mit der Erwartung, dass sie zu den geschaffenen Werten und den fast 6000 Mitarbeitenden Sorge tragen und das Unternehmen erfolgreich weiter entwickeln. Persönlich werde ich alles daran setzen und mich dafür verwenden, dass meine während über 25 Jahren weltweit gewonnenen Erfahrungen, Kontakte und Netzwerke nutz- und gewinnbringend übertragen und weiter angewendet werden können."