Die Hansgrohe AG erzielte 2010 bei Umsatz und Ertrag neue Bestmarken und hat 113 neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Für 2011 hat das Unternehmen Rekordinvestitionen geplant.
Ausgeprägte Innovationskraft und pfiffige Ideen wie der neue Ecostat Select Thermostat, der auf den ersten Blick gar nicht so leicht als Thermostat auszumachen ist, tragen zum Erfolg der Schiltacher bei. Foto: Hansgrohe
„Für die Hansgrohe Gruppe ist das erste Jahr nach der weltweiten Wirtschafts- und Finanzmarktkrise besser gelaufen, als zu erwarten war“, zog Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe AG (www.hansgrohe.com), anlässlich einer Pressekonferenz am heutigen Tag in Stuttgart eine durchweg positive Bilanz des Geschäftsjahrs 2010. „Trotz nach wie vor instabiler konjunktureller Rahmenbedingungen haben wir 2010 in allen Regionen Zuwächse verzeichnet und neue Bestmarken sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag erzielt.“ Mit € 693 Mio. lag der Nettogesamtumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur deutlich über dem des Vorjahres (2009: € 610 Mio.), sondern auch jenseits des bisherigen Höchstwerts von € 668 Mio. aus dem Jahr 2008. „Wir sind natürlich hoch erfreut“, bekannte der Hansgrohe CEO, „dass es uns gelungen ist, mit einem Umsatzplus von 13,5 Prozent den vergleichsweise leichten Dämpfer des Krisenjahrs 2009 mehr als nur wettzumachen und damit an das dynamische Wachstum der Vorjahre anzuknüpfen.“ Dies gilt umso mehr, als das erwirtschaftete Umsatzplus und die systematischen Prozessoptimierungen dazu beigetragen haben, auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen trotz deutlich gestiegener Materialpreise zum 31. Dezember 2010 auf € 154 Mio. (2009: € 140 Mio.) zu verbessern und damit die EBITDA-Marge mit 22,2 Prozent nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau (2009: 22,9 Prozent) zu halten. „Dafür möchten wir auch an dieser Stelle all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der ganzen Hansgrohe Welt ein großes Dankeschön aussprechen“, so Siegfried Gänßlen. „Denn sie haben mit ihrer großen Leistungsbereitschaft und ihrer außerordentlichen Flexibilität ganz maßgeblichen Anteil daran, dass wir die Wünsche unserer Kunden rund um den Globus zuverlässig und in der gefordert hohen Qualität erfüllen konnten.“
Arbeitsplätze geschaffen
Die positive Geschäftsentwicklung und der deutlich gestiegene Auftragseingang im Geschäftsjahr 2010 spiegeln sich auch in der Zunahme des Personalstands wider. Der Großteil des Personalaufbaus entfiel dabei auf die deutschen Standorte. Hier schuf die Hansgrohe AG im Berichtszeitraum insgesamt 113 neue Stellen. Zum Jahresende waren damit – ermittelt gemäß den Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes – mehr als 1.970 Beschäftigte für das Unternehmen in Deutschland tätig, so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie noch nie seit Firmengründung im Jahr 1901.
Heimstark und auswärts überzeugend
Besonders erfreulich war, dass das erzielte Wachstum von einer positiven Entwicklung sowohl des Auslands- als auch des Inlandsgeschäfts getragen wurde. Das internationale Geschäft, das am stärksten von der Krise in Mitleidenschaft gezogen worden war, hat – unterstützt durch einen nicht mehr ganz so starken Euro – deutlich an Schwung gewonnen. Insbesondere im Internationalen Projektgeschäft machte sich deutlich bemerkbar, dass die im Vorjahr vielfach rückläufige Bautätigkeit gerade in den Boommärkten Vorderasiens und im Fernen Osten 2010 wieder kräftig angezogen hat. Es waren daher vor allem diese so genannten Emerging Markets, die mit Zuwachsraten im zweistelligen Bereich maßgeblich zur positiven Entwicklung des Geschäftsverlaufs jenseits der deutschen Grenzen beigetragen haben. „Am deutlichsten machte sich die konjunkturelle Erholung in den BRIC-Staaten, namentlich in Indien und China, bemerkbar, die zu alter Stärke zurückgefunden haben“, erläuterte Siegfried Gänßlen. „In den BRIC-Märkten haben wir unseren Umsatz um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach oben geschraubt. Dabei hat sich für uns bezahlt gemacht, dass wir unsere Vertriebsteams weiter verstärkt und unsere Distribution konsequent ausgebaut haben. Allein im ‚Reich der Mitte’ haben wir im letzten Jahr 100 neue Points of Sale, darunter drei Flagship Stores, eröffnet.“ Auch die übrigen Emerging Markets im Mittleren Osten, in Lateinamerika und in Osteuropa haben sich im Berichtszeitraum deutlich erholt gezeigt, während das Plus in Nordamerika und in Teilen des Euro-Raums bescheidener ausfiel. Speziell das USA-Geschäft litt unter der nach wie vor schwachen Baukonjunktur zwischen New York und San Francisco.
Insgesamt kletterte der internationale Umsatz 2010 um 14,7 Prozent auf € 539 Mio. (2009: € 470 Mio.) Dass dessen Anteil am Nettogesamtumsatz im Berichtszeitraum dennoch nur geringfügig auf 78 Prozent (2009: 77 Prozent) angestiegen ist, lag daran, dass sich das kräftige Wachstum im deutschen Markt aus dem Vorjahr 2010 fortgesetzt hat. Mit einem Plus von € 14 Mio. summierte sich im letzten Jahr das Volumen im Inlandsgeschäft auf € 154 Mio. – ein Zugewinn von rund zehn Prozent, der zugleich für den Ausbau der Anteile im Heimatmarkt steht. Diese „Heimstärke“ belegt auch eine Umfrage unter 20.000 deutschen Installateuren aus dem vergangenen Geschäftsjahr, bei der die Hansgrohe AG in acht von zehn Kategorien auf Platz 1 gewählt wurde.
Hansgrohe – 110 Jahre Innovationen
Als ein wichtiger Faktor für den im vergangenen Geschäftsjahr erzielten Erfolg gilt die ausgeprägte Innovationskraft des Schwarzwälder Bad- und Sanitärspezialisten. Sie ist das Ergebnis einer seit der Firmengründung vor 110 Jahren gewachsenen Innovationskultur. Hier zahlt sich zum einen die enge und erprobte Zusammenarbeit zwischen Konstrukteuren, Entwicklern, Produktmanagern und externen Designern aus. Zum anderen konzentriert sich die Hansgrohe AG bei ihren Neuentwicklungen darauf, den Kundennutzen zu erhöhen und neue Lösungen für ganz unterschiedliche Herausforderungen zu kreieren.