Erstes Halbjahr mit Umsatz von 150,5 Mio. EUR abgeschlossen; Absatz im Kerngeschäft bei schwachem Marktumfeld leicht ausgebaut; Exportquote von 63 % erreicht. Operatives Kerngeschäft in Europa profitabel trotz Preisverfall; Kosten für Expansion in Nordamerika und Ausweitung des Produktangebotes führen zu EBIT in Höhe von -4,9 Mio. EUR. Positiver Ausblick für das zweite Halbjahr: Prognose für 2011 bei Umsatz in Höhe von 330 bis 380 Mio. EUR und positivem operativem Ergebnis.
Die Sonnenstromfabrik Centrosolar. Bild: Centrosolar
Die CENTROSOLAR hat das erste Halbjahr mit einem Umsatz in Höhe von 150,5 Mio. EUR abgeschlossen (Vorjahr 209,2 Mio. EUR). Insbesondere innerhalb des zweiten Quartals (Umsatz 79,3 Mio. EUR gegenüber 124,2 Mio. EUR im Vorjahr) stellte sich ein erheblicher Marktpreisverfall ein, der Umsatz und Ergebnis übergangsweise belastete. Der Preisverfall wurde ausgelöst, nachdem die italienische Regierung im März die Förderung für Solaranlagen de facto für 2-3 Monate aussetzte. Auch in Deutschland blieb bis dato die Nachfrage schwach. CENTROSOLAR konnte zwar Marktanteile gewinnen und ihren Absatz an Solarmodulen und Komplettsystemen im Kerngeschäft sogar leicht ausbauen, musste aber dennoch insgesamt Umsatzrückgänge hinnehmen. Der Anteil des Umsatzes außerhalb von Deutschland konnte von 49% im Vorjahr auf 63% ausgeweitet werden.
Neben der Umsatzauswirkung führte der Preisverfall zusätzlich zu einer Belastung der Rohmarge. Dies zusammen mit Expansionskosten in Nordamerika und Kosten für die Ausweitung des Produktangebotes an Befestigungssystemen sorgte für ein negatives operatives Halbjahresergebnis in Höhe von -4,9 Mio. EUR gegenüber 21,1 Mio. EUR im Vorjahreshalbjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) des zweiten Quartals belief sich dabei auf -5,2 Mio. EUR gegenüber 12,9 Mio. EUR im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie lag dementsprechend im ersten Halbjahr bei -0,32 EUR (Vorjahreszeitraum 0,64 EUR).
Dabei war das operative Kerngeschäft in Europa trotz der Marktschwäche profitabel. Es konnte jedoch nicht mehr die Anlaufverluste der Expansion in Nordamerika sowie die Kosten für den Ausbau des Produktangebotes im Bereich der Befestigungssysteme überkompensieren.
Gleichzeitig blickt das Unternehmen positiv in das zweite Halbjahr 2011: Zwar hat sich die Marktlage bislang noch nicht spürbar verbessert, allerdings erlauben die Preissenkungen nun attraktive Renditen für Photovoltaik (PV)-Anlagenbetreiber, die ab Spätsommer zu entsprechender Nachfrage insbesondere nach Dach-Solaranlagen - das Kernprodukt von CENTROSOLAR - führen dürften. Darüber hinaus kann CENTROSOLAR in Italien seit Juni wieder steigendes Interesse an Dach-Solaranlagen verzeichnen, die dort nunmehr bevorzugt gefördert werden. Auch in Großbritannien, Belgien und den USA konnten Umsatzsteigerungen erzielt werden.
Da auch die Einkaufspreise für Solarzellen gesunken sind, kann die CENTROSOLAR von ihrer flexiblen Einkaufsstrategie profitieren. Mit sich derzeit stabilisierenden Marktpreisen ist auch auf der Ergebnisseite eine deutliche Verbesserung im zweiten Halbjahr zu erwarten. Für das Gesamtjahr erwartet CENTROSOLAR einen Umsatz in Höhe von 330 bis 380 Mio. EUR bei einem positiven operativen Ergebnis.