Die calimax Energietechnik GmbH kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Landesgericht Feldkirch wurde am 07.12.2011 ein Sanierungsverfahren eröffnet.
Im Test 11/2011 der Stiftung Warentest erhielt der Kaminofen Twist 6 von Calimax eine Auszeichnung mit dem Qualitätsurteil „gut“. Bild: Calimax
Das 2005 gegründete Vorarlberger Unternehmen war bereits 2007 in die krise geraten, nachdem die Pelletwirtschaft nach einem zuvorigen Pelletboom in die Krise geriet.
Bei der „Calimax“ Entwicklungs- & Vertriebs- GmbH schlug diese dramatische Marktentwicklung 2007 mit einem Umsatzrückgang von 60% zu Buche. Einbußen, die trotz sofort eingeleiteten 3-stufigen Sanierungsprogramms nicht mehr wettzumachen waren, so das Unternehmen damals. Was blieb, war der Antrag auf Insolvenz. Am 27.11.2007 erfolgte die Konkurseröffnung beim Landgericht Feldkirch. Dort wurden die Passiva mit rund 5.5 Millionen Euro angeführt, dem laut österreichischem Nachrichtenmagazin Echo Aktiva in Höhe von 4,1 Millionen Euro gegenüberstanden. Betroffen von dem Konkursverfahren waren 19 Dienstnehmer und über 100 Gläubiger.
Der HaustechnikDialog hat
hier darüber berichtet. Unter dem Namen calimax Energietechnik GmbH konnte die Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Pelletöfen weitergeführt werden.
Jetzt sind die Vorarlberger erneut ins Trudeln geraten. Auf eigenen Antrag wurde laut Alpenländischen Kreditorenverband für Kreditschutz und Betriebswirttschaft - AKV, beim Landesgericht Feldkirchen ein Sanierungsverfahren von der Calimax Energietechnik GmbH beantragt. Das Verfahren wurd am 07.12.2011 eröffent und als Verwalter wurde Rechtsanwalt Mag. Andreas Droop aus Bregenz bestellt.
Der Kreditschutzverband KSV von 1870 berichtet zu den Insolvenzursachen laut Schuldnerangaben, von einem regelrechten Zusammenbruch des Absatzmarktes, inbesonderes des deutschen Marktes. Betroffen vom Insolvenzverfahren sind 15 Arbeitnehmer und etwa 100 Gläubiger.
Das Unternehmen selbst hatte im April 2011 noch von einer Umsatzsteigerung für das Jahr 2010 von 36 Prozent gegenüber 2009 berichten können.