Nach dem Besuch des namibischen Botschafters wird das Rottenburger Unternehmen REM auf dem afrikanischen Kontinent aktiv. Kürzlich waren die beiden Geschäftsführer Claus Alt und Thomas Hirsch in Mosambik bei dem Minister für Wissenschaft und Technologie zu Gast. Das Unternehmen möchte zur Elektrifizierung des Landes einen Beitrag leisten.
Der Minister für Wissenschaft und Technologie der Republik
Mosambik, Venâncio Simâo Massingue, empfing in Mosambik
die Delegation aus Rottenburg. Bild: REM
„In Mosambik herrschen einfache Verhältnisse. Nur etwa fünf
Photovoltaikmodule sind nötig, um ein Schulgebäude mit Licht
für die Klassenzimmer und Strom für ein Fernsehgerät zu versorgen“,
erläutert Hirsch. Die beiden Geschäftsführer sehen
großes Potential in der elektrischen Erschließung des Landes.
„Elektrifizierung gibt es nur entlang der Küste“, berichtet Thomas
Hirsch. Das Hinterland allerdings sei wenig entwickelt:
"Weder Stromleitungen, geschweige denn ein anständiges
Stromnetz sind vorhanden." Das ist den Geschäftsführern besonders
bei einem Marktbesuch aufgefallen. Mosambik sei ein
sehr fruchtbares Land mit ausreichend Wasser. Die Händler auf
den Märkten bieten Gemüse und frischen Fisch an, doch es
fehlen Möglichkeiten zum Kühlen der Lebensmittel. Und auch
die Landwirtschaft könnte besser florieren, wenn es Brunnen
und Wasserleitungen zur Bewässerung der Felder gäbe.
Der Minister für Wissenschaft und Technologie der Republik
Mosambik, Venâncio Simâo Massingue, empfing in Mosambik
die Delegation aus Rottenburg. Der Wissenschaftsminister will
ein Technologiezentrum gründen, um dort Wissenschaftler und Ingenieure auszubilden. Mosambik soll später in der Lage sein,
derartige Projekte selbstständig zu planen und umzusetzen.
Langfristig könne sich REM vorstellen, einen Zweigbetrieb in
dem südafrikanischen Land zu eröffnen, berichten die beiden
Geschäftsführer. Der Betrieb denkt auch darüber nach, Studenten
und Praktikanten aus Mosambik an die Laaber zu holen, um
die jungen Leute in dem Zweig auszubilden.