Hansgrohe SE zieht auf der weltgrößten Sanitärmesse ISH Fälschungen aus
dem Verkehr – Null-Toleranz-Kurs zahlt sich aus.
Kein Pardon für Produktpiraten: Werner Heinzelmann, Leiter der Abteilung Patente und Schutzrechte der Hansgrohe SE, zieht gemeinsam mit dem Zoll die Kopie einer Hansgrohe Küchenarmatur auf der Messe ISH in Frankfurt aus dem Verkehr.
Quelle: Hansgrohe
Schätzungen gehen von einem jährlichen Schaden in Höhe von 30 Milliarden Euro aus, rund 70.000 Arbeitsplätze sollen deutschlandweit gefährdet sein: „Produktpiraterie ist kein Kavaliersdelikt, deswegen gehen wir seit Jahren ganz konsequent gegen Ideenklau vor“, so Richard Grohe, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe SE (www.hansgrohe.com). Gemeinsam mit dem Zoll und Patentanwälten ließ der Schwarzwälder Bad- und Sanitärspezialist am ersten Tag der weltgrößten Sanitärfachmesse, der ISH in Frankfurt am Main, Kopien von Hansgrohe Brausen und einer Hansgrohe Küchenarmatur, einziehen und beschlagnahmen.
„Bei uns beläuft sich der Schaden durch Plagiate auf fünf bis zehn Prozent des Gesamtumsatzes“, so Richard Grohe. „Das bedeutet auch, dass damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze in einer Größenordnung von etwa 100 Stellen verhindert wird.“ Den Produktpiraten, die auf der ISH erwischt wurden, drohen erhebliche Folgen von der Schließung des Messestands über Schadensersatzzahlungen bis hin zu Strafverfahren. Dieser Null-Toleranz-Kurs, den die Messe Frankfurt, der Zoll und die Hansgrohe SE gemeinsam fahren, zeigt entsprechend Wirkung.
Imageschäden durch Plagiate
Nicht nur wegen des wirtschaftlichen Schadens investiert Hansgrohe jährlich zwischen zwei und drei Millionen Euro in den Schutz eigener Rechte sowie in den Kampf gegen Ideenklau und Plagiate. „Unternehmen, deren Produkte kopiert werden, müssen mit nicht zu beziffernden Imageschäden rechnen“, erläutert Richard Grohe, „wenn die für Kopien typischen Mängeln an Qualität, Sicherheit und Funktion vom Verbraucher fälschlicherweise dem Original zugeschrieben werden.“
Tatsächlich kann die Hansgrohe SE mittlerweile nicht nur in Europa juristische Erfolge gegen Produzenten und Verkäufer von Raubkopien verbuchen. Auch in China hat der Schiltacher Armaturen- und Brausenspezialist Urteile gegen Produzenten von Plagiaten erwirkt. „Wir sind dieses konsequente Vorgehen gegen Produktpiraten den Verbrauchern, aber auch unseren Partnern im Sanitärfachhandel und Handwerk schuldig“, betont Richard Grohe, „denn sie haben ebenso wie wir als Markenunternehmen unter den Billigkopien zu leiden."