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SzeneNews vom 25.04.2006

Walter Viegener senior verstorben

Die SHK-Branche hat einen ihrer unternehmerischen Pioniere verloren: Am 18. April verstarb im Alter von 83 Jahren Walter Viegener senior, langjähriger Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Viega, Attendorn.

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Unter der Mitverantwortung von Walter Viegener entwickelte sich Viega nicht nur zu einem international führenden Systemanbieter von Installationstechnik mit über 2000 Mitarbeitern weltweit, sondern stellte mit einer Vielzahl von Innovationen zugleich Weichen, die heute zum Standard zeitgemäßer Gebäudeinstallation gehören.

Als eines der letzten „unternehmerischen Urgesteine der Branche“ galt Walter Viegener sen. Mit seiner Leidenschaft und Begeisterung für Technik hat er Entwicklungen vorangetrieben, von denen die gesamte Heizungs- und Sanitärtechnik profitiert.

Am 1. April 1939 trat Walter Viegener sen. in den elterlichen Betrieb ein. Schon früh zeigte der gelernte Gießereitechniker ein Gespür für Marktentwicklungen, vor allem aber für die Bedürfnisse des Fachhandwerks vor Ort, das seinesgleichen suchte: Als Blei und Eisen in der Trinkwasserinstallation noch an der Tagesordnung waren, sah er bei Kupferrohren und Lötfittings die Zukunft. Als hierzulande Kunststoff für Produkte der Sanitärtechnik noch nahezu unbekannt war, hatte er sich in den USA bereits genug Know-how zu Kunststoffen und den damit verbundenen Möglichkeiten angeeignet, um schon 1962 eine entsprechende eigene Fertigung für Kupfer-Lötfittings und Ablaufgarnituren aus Kunststoff aufzubauen. Diese entstand in Lennestadt-Elspe, Westfalen.

Und als Viega 1995 mit „Profipress“ das erste „kalte“ Pressverbindungssystem für Kupferrohre vorstellte, war das Unternehmen wiederum Vorreiter für zeitgemäße Haus-Installationstechnik.

„Wir schaffen das!“
Dieses Lebenswerk der Familie Viegener, das heute in vierter Generation von Heinz-Bernd Viegener und Walter Viegener fortgeführt wird, ist damit auch ein Stück Branchengeschichte, die von Walter Viegener sen. maßgeblich mit geschrieben wurde. Kapitel, die seine ureigene, charakteristische Handschrift tragen und über denen immer wieder der Satz „Wir schaffen das!“ steht, mit dem Walter Viegener sen. sich, die Mitarbeiter und alle, die um ihn herum wirkten, auch in schwierigen Zeiten zu motivieren wusste. „Wir schaffen das!“ – der Satz, der beispielsweise nach der Ölkrise Ende der 70er Jahre den Wandel von Viega zum Systemhersteller einleitete; der Satz, der wenige Jahre später aus der Katastrophe eines Großbrandes am Standort Attendorn zu einem noch größeren, noch stärkeren Wiederaufbau führte; und der Satz, mit dem 1992 gegen alle Widerstände der Grundstein für den „Aufbau Ost“ aus Viega-Sicht gelegt wurde, durch den bis heute in Großheringen rund 600 neue Arbeitsplätze entstanden sind.

Soziale Verantwortung
Neben unternehmerischem Ehrgeiz war es vor allem soziale Verantwortung, die das Wirken von Walter Viegener sen. bestimmt hat. Der Ausbau der vier Unternehmensstandorte in Attendorn, Attendorn-Ennest, Lennestadt-Elspe und eben Großheringen gehört im Großen ebenso dazu wie die Förderung des Gemeinwohls an den Unternehmensstandorten im Kleinen - oder das Wissen um die Nöte und Sorgen der Mitarbeiter, von denen Walter Viegener sen. bis ins hohe Alter hinein die meisten noch persönlich kannte. Walter Viegener sen. war Ehrenbürger der Stadt Attendorn und der Gemeinde Großheringen.
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Haeuslbauer_noe schrieb: Tut mir leid, wenn’s etwas konfus formuliert war :) Ich hab es diese Nacht nochmal beobachtet, da wir nachts aus Lärmgründen...
lowenergy schrieb: Bei uns sind doppelt so viel Liter Heizkreiswasser pro Stunde in den 6 Einzelheizkreisen unserer Fußbodenheizung unterwegs,...
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