Entgegen dem allgemeinen Trend in der Baubranche hat die Projektabteilung des Entwässerungsspezialisten KESSEL im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von über 50 Prozent erzielt.
Qualität steht im Vordergrund: Endabnahme eines KESSEL-Fettabscheiders zur Selbstentsorgung durch Edwin Sauer (Konstrukteur der KESSEL-Projektabteilung), Roland Priller (Leiter Projektabteilung) und Achim Barucha (Anlagenbau) (v. l. n. r.).
Auch 2006 soll der Bereich weiter im zweistelligen Bereich wachsen. Abteilungsleiter Dipl.-Ing. Roland Priller führt die Entwicklung vor allem auf die langjährige Erfahrung seiner Mannschaft im Sonderanlagenbau, die effektive Ausnutzung der Stärken des Werkstoffes Kunststoff und eine konsequente Kundenorientierung zurück. Sonderlösungen in der Entwässerung sind bei Planern und Verarbeitern gefragt.
Wirtschaftliche Lösungen, auf die Kundenwünsche zugeschnitten Durch die vielfältigen Kundenwünsche vor immer neue Herausforderungen gestellt, entwickelte sich innerhalb von 15 Jahren ein Team aus mittlerweile zwölf Spezialisten, in dem Ingenieure, Techniker und Werkzeugmacher Hand in Hand arbeiten. Dabei kommt es auf eine ebenso breite wie tiefe Kenntnis in der Entwässerungstechnik an – schließlich kommen Anfragen aus so unterschiedlichen Produktbereichen wie Rückstausicherungen, Abläufe, Abscheider, Schächte, Hebeanlagen oder Regenwasser. Die Mitarbeiter können bei einem Teil der Aufträge auf die umfangreiche Palette der KESSEL-Standardprodukte zurückgreifen. Zum Spezialisten in der Gebäude- und Grundstücksentwässerung wird die Abteilung aber erst durch ihre Sonderlösungen. Diese werden in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber komplett neu geplant und gebaut.
So orderten Investoren aus Dubai einen frei aufstellbaren Fettabscheider für die größte Flughafen-Catering-Küche der Welt. Ein erdeingebauter KESSEL-Fettabscheider mit vollautomatischer Entsorgungseinrichtung wurde den außergewöhnlichen Ansprüchen einer Klinik aus Oberbayern angepasst.
Aber auch bei vergleichsweise kleinen Objekten können Spezialanfertigungen nötig sein. So müssen etwa bei Abscheideranlagen oder Sammeltanks schwierige Einbringbedingungen, beengte Aufstellmöglichkeiten und behördlich vorgeschriebene Behältereigenschaften miteinander abgeglichen werden.
Enger Kundenkontakt sorgt für effektive Umsetzung Als besonderen Service integriert das Spezialteam die Anlagen in Baubestandspläne. Gelingen kann das Projekt nur dann, wenn sich Projektant und Auftragnehmer ständig über das Projekt austauschen. Aus diesem Grund legen die Verantwortlichen bei KESSEL großen Wert darauf, auch den Außendienst für solche Projekte zu qualifizieren und zu spezialisieren. Ziel ist es, den planenden Kunden von der Konzeptfindung über die Inbetriebnahme bis zum After-sales-service möglichst unfassend zu betreuen.
Gefertigt wird auf Basis von CAD-Zeichnungen, die mit dem Kunden abgestimmt werden. Geprüfte Spezial-Schweißer arbeiten nach strengen internen Qualitätsvorgaben. Der laufende Austausch zwischen Spezialfertigung und Sonderkonstruktion garantiert einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. „Durch den engen Kundenkontakt und die große Marktnähe“, betont Priller, „lassen sich neue Trends in der Entwässerungstechnik frühzeitig aufspüren und umsetzen.“ So entstehen bei häufiger Nachfrage aus Sonderprodukten oft ausgereifte Serienprodukte.