Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Dies gilt beim Brenner-Hersteller Riello nicht allein bildlich für die Kopfarbeit im F&E-Zentrum. Denn Riello prüft jedes seiner Wärme erzeugenden Produkte in Forschungslabor „warm“.
In dem neu errichteten Gebäude für das Brennerlabor in Angiari befindet sich ein Zentrum der F+E-Aktivitäten von Riello.
Der Brenner-Hersteller betreibt in Angiari nahe dem Produktionsstandort Legnago ein hoch modernes Entwicklungszentrum und Testlabor. Die extrem NOx-reduzierende Premix-Technologie und die Produktion der Serie Riello RX stehen exemplarisch für das Innovationspotenzial im Brennerlabor von Angiari.
Ca. 3000 Kleinbrenner ab 10 kW verlassen täglich die Produktionsstätte in Legnago. Auch mittlere Brenner ab 250 kW und große Industriebrenner bis zum Hundertfachen dieser Leistung, zu betreiben mit Erd-, Flüssig- oder Biogas, Heizöl verschiedener Qualitäten und sogar Wasserstoff, stehen im Produktprogramm. Insgesamt ca. ½ Million Brenner liefert Riello jährlich vom italienischen Hauptstandort an die Nutzer weltweit.
Die Führungscrew des Unternehmens will die Qualität auf technologischem Spitzenniveau nachhaltig sicher stellen. Dem Versuchslabor räumen die Manager deshalb hohe Priorität ein und statten es mit 44 Spezialisten sowie einem 3,5-Mio-Jahresetat aus. Als Trainings- und Schulungsort dient es dem systematischen Generieren von Wissensressourcen. In den Technikräumen sind Prüfplätze für Klein-, Mittel- und Großbrenner installiert. Hier werden Komponenten bzw. montierte Heizungs- oder Industriebrennern geprüft und differenzierte Versuchsreihen durchgeführt. Dazu gehören mechanische, thermische und atmosphärische Belastungstests mit UV-Licht und verschiedenen Stäuben sowie simulierte oder reale Tests an unterschiedlichen Kesseln.
Ein Highlight bildet die Innovation der Gasbrenner mit Vormischung (Premix), realisiert in der Serie RX. Ihr Hauptvorteil gegenüber konventionellen Diffusionsflammen-Brennern: Ein sehr großer Modulationsbereich und NOx-Emissionswerte weit unterhalb der in gültigen europäischen Vorschriften festgelegten Grenzwerte.
In Kooperation mit Experten der Universität Padova fand ein Riello-Spezialistenteam die Lösung eines Flammkopfes mit Metallgewebe. Labortests zeigen den Vorsprung an Leistungs- und Emissionswerten erstens gegenüber den Brennern mit Diffusionsflamme und zweitens gegenüber Vormischbrennern mit herkömmlichen Lochflammkopf ohne Metallgewebe. Zum Fertigen dieser nahtlosen Textur, die ein perfektes Mischen Gas-Luft und damit optimale Verbrennung gewährleistet, entwickelten die Experten ein inzwischen patentiertes Verfahren. Auch das Patent für ein Mischsystem im größeren Leistungsbereich bis 1050 kW ist im Besitz von Riello. Die Premix-Technologie kommt derzeit Erstausrüstern zugute.
Nutzer in Deutschland beziehen Produkte des kompletten Angebotsspektrums von der Riello-Niederlassung in Bochum.