Aufsichtsrat und Vorstand der Hansa Metallwerke AG in Stuttgart haben beschlossen, die Sanitär-Produktion in der Gruppe neu auszurichten. Die verschiedenen Produktionsstandorte sollen sich stärker als bisher auf ihre jeweilige Kernkompetenz konzentrieren.
Wolfram Göhring - Vorstandsvorsitzender der Hansa Gruppe optimiert die Produktionsordnung.
Diese Optimierung bezeichnet der Vorstandsvorsitzende Wolfram Göhring als wegweisenden Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Hansa-Gruppe weiter zu verbessern. Der Binnenmarkt für Sanitär-Armaturen ist heiß umkämpft. Die Preiskämpfe verschonen auch die Markenhersteller nicht. Hansa hat deshalb vorzeitig die Weichen gestellt und durch technische Innovationen sowie vorbildliche Design-Entwicklungen seine Wettbewerbsposition gestärkt. Zudem wurden auch vertriebsorientierte Maßnahmen ergriffen, vor allem auf wichtigen Exportmärkten, insbesondere USA sowie Mittlerer und Ferner Osten.
Umfangreiche Umschichtungen stehen nun als weiterer Schritt bei der Armaturen-Produktion an. Hansa strebt dabei keine Verlagerungen an neue Standorte an, sondern nutzt die Potenziale seiner Werke durch Konzentration auf die jeweilige Kernkompetenz. Das beinhaltet den Abbau von Überschneidungen und Überkapazitäten.
Der Standort Stuttgart-Möhringen als Zentrale für die Unternehmensgruppe ist von der Produktionsoptimierung nicht betroffen. Das Hansa-Werk im bayerischen Burglengenfeld wird zum Kompetenzzentrum mit Schwerpunkt Gießerei und Bearbeitung weiter ausgebaut.Hansa Tschechien in Kralovice, eine Autostunde von Burglengenfeld entfernt, wird zum Kompetenzzentrum für die Großserien-Montage der Gruppe.Die Schweizer Tochter KWC AG in Unterkulm wird zusätzlich zu ihrem bestehenden Produktportfolio zum Kompetenzzentrum für Oberflächenbehandlung und -veredelung erweitert. Bei der Hansa-Tochter Rokal in Nettetal/NRW werden weiterhin anspruchsvolle, hochwertige Premium-Armaturen gefertigt und mit ServicePlus individuelle Kundenwünsche erfüllt. Außerdem bleibt in Nettetal der deutsche Vertriebsstandort Region Mitte.
Die Optimierung der Produktionsordnung bedeutet für den Konzern eine Reduzierung der Belegschaft um 80 Mitarbeiter. Die Hansa-Gruppe verspricht sich durch diese Neuausrichtung deutliche Kosteneinsparungen und damit eine Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.