Der Künzelsauer Alfred Müller hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt mit der Neugründung von ebm-papst in St. Florian bei Linz.
Alfred Müller wird den österreichenischen Vertrieb im Tochterunternehmen von ebm-papst aufbauen
Der für den deutschen Markt verantwortliche Vertriebsleiter von ebm-papst Mulfingen erhielt von der Geschäftsleitung die Aufgabe, nach der Trennung von Ziehl-Abegg in Österreich als Geschäftsführer einen erfolgreichen Vertrieb und eine neue Vertriebsniederlassung aufzubauen.
In St. Florian, verkehrsgünstig in Oberösterreich an den wichtigsten Autobahnrouten nach Wien, Graz und Salzburg gelegen, fand der Mulfinger Motoren- und Ventilatorenhersteller ein geeignetes Büro- und Lagergebäude. Dort startete Alfred Müller die ebm-papst Motoren & Ventilatoren GmbH und stellte neue Mitarbeiter ein.
Zwei davon waren bereits zuvor bei Ziehl-ebm, der früheren gemeinsamen Tochterfirma von Ziehl-Abegg und ebm-papst, in Österreich beschäftigt. Zusätzlich wurden ein junger Niederlassungsleiter, ein Vertriebsingenieur für den Außendienst und ein Projektingenieur für den Innendienst eingestellt, die zur Zeit in Deutschland für ihre Aufgabe ausgebildet werden. Das Team in Österreich wird sehr stark durch ebm-papst in Deutschland unterstützt. So stehen den österreichischen Kunden die hochqualifizierten Projektingenieure von ebm-papst Mulfingen, St. Georgen und Landshut für Anfragen und Problemlösungen zur Verfügung.
Das österreichische Tochterunternehmen hat die Messlatte nach dem Erstbesuch der 20 wichtigsten bisherigen Kunden sehr hoch gelegt. Das Team ist sich sicher, dass der bisherige Jahresumsatz in Österreich innerhalb von zwei bis drei Jahren verdoppelt werden kann, da Österreich ein guter Industriestandort für Bahntechnik, Luft- und Klimatechnik, Pelletheizungen und innovative Industrietechnik ist - ein Schwerpunkt von ebm-papst weltweit. „Die enge Verknüpfung unseres österreichischen und deutschen Vertriebes hat sich schon in wenigen Monaten als Erfolg etabliert. Wir sind mit der Geschäftsentwicklung in Österreich sehr zufrieden“, erklärt dazu Thomas Borst, Geschäftsführer Vertrieb bei ebm-papst.
Auch bei den Kunden in Österreich ist die Anbindung an Deutschland sehr gut angekommen. „Viele haben sich sehr gefreut“, berichtet Alfred Müller, „dass endlich der direkte Kontakt zu den Projektingenieuren und auch zu den Entwicklern in den Stammhäusern möglich ist.“ Selbstverständlich versprechen sich die österreichischen Firmen von der direkten Anbindung an ebm-papst auch Vorteile bei der Entwicklung neuer Produkte und von der direkten Belieferung einen entsprechenden Preisvorteil. „Wir müssen in Österreich mindestens ebenso erfolgreich sein wie in Deutschland, weil es dort die entsprechenden Industrien und auch Handelshäuser für die Staaten Osteuropas gibt“, ist Müller überzeugt, „ der große Vertrauensvorsprung für ebm-papst-Produkte auch in Österreich fordert zu Cross-Selling-Aktivitäten geradezu heraus.“
So produziert zum Beispiel bei Feststoffheizanlagen oder Pelletöfen ebm-papst Mulfingen sowohl die Abluftventilatoren als auch die Zuluftventilatoren, die Elektronikkühlung kommt aus St. Georgen und die Motorgetriebeeinheit für den Schneckenantrieb ist ein Produkt von ebm-papst Landshut. Feststoffheizungen erleben derzeit einen großen Boom in Österreich, Deutschland, Italien, Skandinavien und auch in den USA.