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SzeneNews vom 10.08.2006

Mall GmbH expandiert ins Münsterland

Die Mall GmbH in Donaueschingen-Pfohren wächst. Sie unternimmt konkrete Schritte zur strategischen Geschäftserweiterung. Im Münsterland in Nottuln, Landkreis Coesfeld, wird der fünfte Produktionsstandort in Deutschland eröffnet.

Roland Stud (li), Verkaufsleiter Werk Nottuln und Markus Grimm, Sprecher der Geschäftsführung.
Roland Stud (li), Verkaufsleiter Werk Nottuln und Markus Grimm, Sprecher der Geschäftsführung.
Der Sprecher der Geschäftsführung, Markus Grimm, teilte am Stammsitz mit, die Expansion diene der Stärkung der Konkurrenzfähigkeit von Mall-Produkten im nordwestdeutschen Markt.

Das Donaueschinger Unternehmen hat das rund 40 000 qm große Gelände der Berding Beton GmbH im nahe Münster gelegenen Nottuln langfristig gepachtet. Von dort aus will Mall seine Marktpotenziale besser als bisher in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie in den Niederlanden und Belgien ausschöpfen. „Mit diesem neuen Standort ist die Mall GmbH flächendeckend in Deutschland aufgestellt“, so der Sprecher der Geschäftsführung, „wir können jetzt unsere Standardprodukte kurzfristig und kostengünstig in jeden Winkel der Republik transportieren.“

Mall produziert Umweltsysteme bereits in seinen Werken in Pfohren, Ettlingen, Haslach und Coswig. Es werde in Nottuln das komplette Mall-Standardprogramm hergestellt, kündigte Grimm an. Dazu gehört die Produktion von Anlagen zur Abscheide- und Klärtechnik, Regenwassernutzung und Abwasserreinigung sowie von Betonspeichern für die trockene und staubfreie Lagerung von Pellets für Holzheizungen. In den technischen und marktgerechten Ausbau des neuen Werkes wird Mall rund 1,5 Mio. Euro in den nächsten zwei Jahren investieren.

Die etwa 30 Jahre alten Hallen- und Lagerflächen werden in den nächsten sieben Wochen auf den Produktionsbeginn vorbereitet. Den Bau von Umweltsystemen will die Mall GmbH in Nottuln zum 1. Oktober 2006 mit zunächst 15 Mitarbeitern in der Produktion und im Vertrieb starten. Bei günstigem Geschäftsverlauf werde die Zahl der Mitarbeiter schnell auf 30 steigen, prognostizierte Grimm. Zuletzt waren am Standort Nottuln elf Mitarbeiter beschäftigt, die Vortriebsrohre für die Abwasserentsorgung bauten.

Die Geschäftsführung erwartet von ihrer fünften Niederlassung einen starken Beitrag zur Steigerung der Marktanteile. Markus Grimm bezifferte das Umsatzziel auf fünf Mio. Euro in drei bis vier Jahren. Bisher erwirtschaftete Mall mit seinem Standardprogramm ein Umsatzvolumen von knapp 1,5 Mio. € in Nordwestdeutschland, das über weite Strecken von den bisherigen Werken aus und damit zu nicht mehr marktgerechten Transportkosten beliefert werden musste. Die Führung der Niederlassung im westlichen Münsterland wird der 38-jährige regionale Verkaufsleiter Roland Stud übernehmen.

Die Mall GmbH wächst seit Jahren wider den allgemeinen Trend in der Bauwirtschaft. Im Vorjahr erzielte das Unternehmen aus Donaueschingen-Pfohren einen Gruppenumsatz von über 47 Mio. Euro. Mall baut europaweit mit 330 Mitarbeitern in Deutschland und 70 Mitarbeitern im Ausland Umweltsysteme zum Schutz von Wasser und Böden, insbesondere Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung, Abwasserreinigung und Lagerung von Holzpellets. Ergänzt wird diese Produktpalette durch die Geschäftsbereiche Pump- und Verkehrstechnik.

Ökologisch vorbildlich verhält sich die Mall GmbH beim Energieverbrauch. Sie verwendet Strom aus erneuerbaren Energien. Erfolgreich spielte Mall auch bei der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland mit. Der Umweltspezialist aus Donaueschingen lieferte Reinigungssysteme für die Versickerung von Regenwasser in der Allianz-Arena in München, im Franken-Stadion in Nürnberg, im Waldstadion von Frankfurt und im Berliner Olympiastadion.

Neben den vier deutschen Standorten (Donaueschingen, Ettlingen, Haslach im Kinzigtal, Coswig in Sachsen-Anhalt) produziert die Mall GmbH auch in einem Werk bei Budapest in Ungarn. Vertriebsniederlassungen bestehen in der Schweiz, in Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Dänemark, Polen sowie in den Beneluxstaaten.
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