Der Energiedienstleister aus Eschborn Techem steht möglicherweise vor einer feindlichen Übernahme. Wie das Handelsblatt am Montag berichtete, hat eine Fondstochter der australischen Macquarie Bank für rund 1,1 Mrd Euro ein Übernahmeangebot vorgelegt.
Verbrauchszähler von Techem: Wie wird es weitergehen?
Ins Visier verschiedener Finanzinvestoren war Techem wohl immer wieder gerückt. Der Vorstandsvorsitzende von Techem Horst Enzelmüller hatte vor kurzem von Annäherungsversuchen berichtet, die jedoch vehement abgelehnt worden wären.
Techem will eigenständig bleiben, wie das Eschborner Unternehmen mit der kurz darauf erfolgten Übernahme der MESA messen und abrechnen GmbH sehr deutlich machte. Die SHK-Szene des HaustechnikDialogs hat
hier darüber berichtet.
Zum jetzigen Zeitpunkt allerdings überrascht das forsche Vorgehen der Australie - wäre doch eine Übernahme im Februar diesen Jahres, als die Kinder des Firmengründers Martin Ott und Ursula Felten ihre 25 Prozent-Anteile verkauft haben, viel leichter gewesen.
Laut Angaben der FAZ vom Montag hatte die australische Macquarie Bank nach eigener Aussage bereits Kontakt zum Techem-Management gehabt, die eine Übernahme aber abgelehnt hätten. Daraufhin habe man sich direkt an die Aktionäre von Techem gewandt, und den freien Aktionären ein Angebot von 44 Euro je Aktie vorgelegt.
Das Techem-Management hat sich offiziell noch nicht zu diesem Vorgehen geäußert. Aber in der vergangenen Woche gab Techem selbst eine positive Bilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr mit vorläufigen Zahlen bekannt. Die offiziellen Zahlen sind für den 14.Dezember angekündigt. Siehe hier zu den folgenden Artikel in der SHK-Szene:
„Techem wird Prognose deutlich übertreffen“