Der Haustechnikspezialist TECE hat ein neues Logistikzentrum in Betrieb genommen. Die 3600 Quadratmeter große Halle ist nicht nur funktionell, sondern hat zudem architektonische Qualitäten.
Roter Monolith mit hohem Gebrauchsnutzen: 3600 Quadratmeter umfasst die neue Tece-Logistikhalle.
Mit der Integration von Entwässerungsspezialist Basika in die TECE-Gruppe war das Lager am TECE-Stammsitz in Emsdetten zu klein geworden. Um das erweiterte Sortiment lagern und kommissionieren zu können, errichtete der Haustechnikspezialist ein neues Logistikzentrum.
Bei der Planung der neuen Halle ließ TECE dem Architekten Wilhelm Bökenkamp von der Planungsgruppe Mesum weitestgehend freie Hand. Das Ergebnis hat mit den gängigen Hallen-Lösungen nichts gemein – im positiven Sinn. Bei denen handelt es sich meist um silberne Blechdosen ohne Tageslicht, rein künstlich zu beleuchten, oft Fremdkörper in ihrer Umgebung. Ganz anders das TECE-Gebäude:
Die Wände sind aus rotem transluzentem Polycarbonat und die Dachkonstruktion spannt sich über die ganze, 90 mal 40 Meter umfassende Halle, gestützt von nur vier Stahlpylonen. Im Innern entstand so ein Raum ohne störende Pfeiler und mit viel Licht. Von weitem sieht man einen rot schimmernden Monolithen auf grüner Fläche. Die profilierten Kunststoffwände und die filigranen Stützen verleihen dem Gebäude Leichtigkeit und machen es zu einem echten Hingucker. „Immer wieder sprechen uns Kunden und Partner, auf die Halle an. Sie sind begeistert von der Wirkung der transparenten Wände,“ sagt TECE-Geschäftsführer Thomas Fehlings, der damit auch ein Zeichen im Sinne von „intelligenter Haustechnik“, dem Firmenwahlspruch, setzen wollte.
Der Architekt Wilhelm Bökenkamp ist spezialisiert auf Industriebauten und Verwaltungsgebäude. Die von ihm entworfenen Produktions- und Logistikhallen haben stets eine eigene architektonische Identität. „Angestrebt werden maßgeschneiderte, dem Anforderungsprofil des jeweiligen Bauherren entsprechende Lösungen. Diese sind konsequenter Verzicht auf alles Überflüssige und somit auch kostengünstig“, erklärt Bökenkamp. So erfüllen die Wände aus Kunststoffplatten beim neuen TECE-Lager nicht nur eine optische Funktion, sie sorgen auch dafür, dass die Betriebskosten des Gebäudes geringer ausfallen, als bei Hallen herkömmlicher Bauart. „Das rot gefärbte Polycarbonat lässt so viel Licht durch, dass 80 Prozent weniger Beleuchtungskosten entstehen, als bei lichtundurchlässigen Hallen,“ erläutert Bökenkamp.
Und die Heizkosten sind dadurch nicht etwa höher: „Die Stegplatten schließen Hohlräume ein und erreichen so den gleichen K-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) wie eine Isolierglasscheibe,“ so der Architekt. Da TECE im Jahr 2007 weitere Produkte aus dem Entwässerungssortiment auf Lager nehmen wird und auch selbst mit starkem Wachstum rechnet, ist eine zweite Halle in gleicher Größe schon geplant. Und natürlich hat Wilhelm Bökenkamp den Auftrag bereits in der Tasche.