Auch die Heizungsbranche hat im vergangenen Jahr von der Aufhellung des allgemeinen Konjunkturklimas und den Klimaschutzdiskussionen profitiert. Der deutsche Heizungsmarkt konnte ein Wachstum von 4 Prozent auf einen Absatz von 700.000 Kesseln und Wandgeräten verzeichnen.
Dr. Martin Viessmann und Manfred Greis geben auf der diesjährigen ISH des Unternehmens gute Umsatzzahlen bekannt.
Deutlich darüber lag der Umsatz des Heizungsanbieters Viessmann Werke. Hier konnte man ein Wachstum von 17 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro verzeichnen. Der Umsatzzuwachs wurde im In- und Ausland erzielt. In den vergangenen zwei Jahren hat Viessmann dabei 600 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Mitarbeiterzahl liegt so mit bei 7400 Mitarbeitern in 12 Werken.
Mit den steigenden Energiepreisen ist die Biomasse verstärkt in den Blickpunkt gerückt. Auch der Heiztechnikhersteller Viessmann geht von einer wachsenden Bedeutung der Biomasse als wichtiger Säule in der zukünftigen Energieversorgung aus und sieht in diesem Trend Anlass, seine Produktpalette in diesem Bereich weiter abzurunden.
Nach längeren Verhandlungen wurden jetzt die Verträge unterzeichnet, in denen Viessmann mit 52 Prozent die Mehrheit der Köb & Schäfer GmbH in Wolfurt, Österreich, mit allen Auslandstöchtern übernimmt. Die restlichen 48 Prozent bleiben in den Händen des Firmengründers und bisherigen Mehrheitseigentümers Siegfried Köb, der weiterhin mit der Geschäftsführung betraut ist.
Damit baut Viessmann seine führende Position im Bereich „Erneuerbare Energie aus Biomasse“ weiter aus. Erst kurz vor Jahreswechsel hat Viessmann die Mawera Holzfeuerung GmbH in Hard, mit 100 Prozent übernommen. Hard und Wolfurt liegen 6 Kilometer voneinander entfernt im Vorarlberger Bodenseeraum. Beide Beteiligungen stehen unter dem Vorbehalt der kartellbehördlichen Zustimmung.
Mit 115 Mitarbeitern und über 26 Millionen Euro Jahresumsatz in 2006 gilt Köb & Schäfer als führender Hersteller von Holzfeuerungsanlagen mit Fokus auf den mittleren Leistungsbereich (150 bis 1.000 kW). Mit der Kesselfamilie „PYROT-Rotationsfeuerung“ verfügt Köb & Schäfer über die derzeit modernste Holz-Feuerungstechnologie im mittleren Bereich. Diese Technologie mit internationalem patentrechtlichem Schutz wurde 1998 mit dem österreichischen Innovationspreis ausgezeichnet. Jüngstes Kind der innovatorischen Tätigkeit von Köb & Schäfer ist ein neuartiger Feinstaubfilter. Im Vergleich zu den bekannten Elektrofiltern hat der Köb-Feinstaub-Filter eine wesentlich bessere Abscheidewirkung, einen geringeren Stromverbrauch und eine kompaktere Bauform. In Ergänzung zum mittleren Leistungsbereich verfügt Köb & Schäfer auch über ein attraktives Programm von kleineren Spezialkesseln für Stückholz und Hackschnitzel bzw. Pellets im bivalenten Betrieb im Leistungsbereich 35 bis 120 kW. Damit kann Köb & Schäfer an das Biomasse Kleinkesselgeschäft, das Viessmann schon bisher abgedeckt hat, nahtlos anschließen. Die großen Leistungsbereiche bis 13 MW bedient die Mawera Holzfeuerungsanlagen GmbH mit ihren Komplettlösungen aus Wärmeerzeugern, Brennstoffaufbereitung bis hin zur Rauchgasreinigung.
Viessmann bekennt sich zum Standort Vorarlberg und will Mawera und Köb & Schäfer auch unter Ausnutzung von Synergien zum Kompetenzzentrum für erneuerbare Energie aus Biomasse entwickeln. Die Marken Mawera und Köb sollen erhalten bleiben.