Matthias von Oesen wird neuer Leiter des enercity-Fonds proKlima und übernimmt die Aufgabe von Manfred Görg.
Manfred Görg (links im Bild) übergibt die Leitung der Geschäftsstelle proKlima ab Mai 2007 an Matthias von Oesen (rechts im Bild).
Neun Jahre stand Manfred Görg (57) an der Spitze des enercity-Fonds proKlima, jetzt übergibt er die Leitung der Geschäftsstelle proKlima in neue Hände: Sein Nachfolger ist ab Mai 2007 der bisherige stellvertretende Leiter Matthias von Oesen (43). „Es waren erfüllende Jahre in einer Funktion, die für den regionalen Klimaschutz kaum wirkungsvoller hätte sein können“, zieht Görg zufrieden Bilanz. Den Zeitpunkt für den Führungswechsel sieht er positiv: „proKlima hat mittlerweile eine gewisse Reife erlangt. Der enercity-Fonds ist in Hannover als Impulsgeber zum Klimaschutz nicht mehr wegzudenken. Das sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit meines Nachfolgers.“ Dieser sieht große Chancen für den Klimaschutz in der dynamischen technischen Entwicklung: „In kurzer Zeit sind enorme Fortschritte zu verzeichnen.
So werden zum Beispiel Passivhauskomponenten wie Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung immer besser und immer preiswerter“, berichtet von Oesen. Inzwischen seien Passivhäuser nicht nur in Hannover salonfähig. Auch das bundesweite und sogar internationale Interesse an dem Energie sparenden Baustandard wachse zusehend, ergänzt der diplomierte Maschinenbau-Ingenieur. Derweil freut sich Görg bereits auf neue Aufgaben jenseits festangestellter Berufstätigkeit. Dazu soll auf jeden Fall ein ehrenamtliches Engagement für den Klimaschutz gehören.
Wie es bei proKlima weitergehen wird hat von Oesen bereits fest im Blick: „Es wird wie bisher eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Klimaschutzfonds geben. Wir werden weiterhin nur sehr hohe Standards unterstützen – zum Beispiel bei der Gebäudemodernisierung.“ Es ließe sich zwar auch mit geringeren Dämmstandards als den von proKlima geförderten kurzfristig viel CO2 sparen, langfristig gesehen reichten diese Maßnahmen aber nicht aus. „Nur wenn wir jetzt die sich bietenden Chancen konsequent nutzen, lässt sich die erforderliche Reduzierung von 80 Prozent des CO2-Ausstoßes bis zum Jahr 2050 erreichen. Das gilt natürlich nicht nur bei der Gebäudemodernisierung, sondern in allen Bereichen, in denen sich mit Effizienztechnik Energie sparen lässt“, sagt von Oesen.