Entgegen einigen kursierenden Meldungen in der Branche gibt Dr. Martin Viessmann die Unternehmensführung der Viessmann Werke nicht ab. Dem Unternehmen steht jedoch ein Umbau der Firmenleitung bevor.
Peter Schenk: Zukünftiger CEO der Viessmann Werke
Doktor Martin Viessmann, der bisherige Geschäftsführer der Viessmann Werke, wird sich in Zukunft aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und sich mehr auf strategischen Aufgaben im Unternehmen kümmern. Als Verstärkung kommt zum 01. Oktober 2007 Peter Schenk zu Viessmann. Dieser ist bislang als Vorstandsmitglied bei der Global Engineering Group (GEA) tätig und wird bei Viessmann das operative Tagesgeschäft übernehmen, um Martin Viessmann zu entlasten.
Der 48-jährige Peter Schenk ist seit Oktober 2004 Mitglied im Vorstand der GEA Group. Das Unternehmen bescheinigt ihm eine beispiellose Karriere, die 1984 nach dem Studium begann. „Der Aufsichtsrat wünscht ihm für seine weitere Laufbahn alles Gute und besten Erfolg", so Dr. Jürgen Heraeus von GEA.
Wie Manfred Gries, Unternehmenssprecher der Viessmann Werke, dem HaustechnikDialog bestätigte, wird die Unternehmensleitung im Herbst 2007 umstrukturiert. Es soll ein Verwaltungsrat, das so genannte Schweizer Modell, eingeführt werden. Dr. Martin Viessmann wird Präsident dieses neuen Gremiums werden und hat damit weiterhin „das Sagen“ bei dem Heiztechnikhersteller. Peter Schenk wird Delegierter des Verwaltungsrates und übernimmt als so genannter CEO das Tagesgeschäft. Martin Viessmann wird durch die Umstellung mehr Zeit für andere wichtige Aufgaben haben. Als Beispiele führte Manfred Greis Verbandsarbeit und den Energiegipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an.
Für Mitarbeiter und Kunden des Unternehmens soll jedoch alles beim Alten bleiben. Aufkommende Gerüchte über einen möglichen Börsengang von Viessmann wurden durch den Unternehmenssprecher dementiert. Viessmann wird auch in Zukunft ein Familienunternehmen bleiben.