Zwischen dem Großhandelsverband DG Haustechnik e.V. und der ARGE Neue Medien e.V. gab es keine Einigung bezüglich der gemeinsamen Nutzung eines Stammdatenservers. Daraufhin hat sich der DG Haustechnik entschlossen einen eigenen Server aufzubauen.
ARGE Geschäftsführer Frank Kny. Foto: ARGE
„Wir respektieren die Entscheidung des DG Haustechnik, einen eigenen Stammdatenserver aufbauen zu wollen.“ So kommentiert die Geschäftsstelle der ARGE Neue Medien der deutschen SHK-Industrie die Ergebnisse der jüngsten Verhandlungen um den Lizenz- und Datenbankvertrag.
Letztere scheiterten an dem Wunsch des DGH, mit der ARGE paritätisch eine Gesellschaft zu gründen, die u. a. im Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Lüftungsbereich Stammdaten aufbereitet, wie ARGE-Geschäftsführer Frank Kny erklärt. Dieser Forderung aber könne die ARGE als erfolgreicher Betreiber der Plattform www.shk-branchenportal.de nicht nachkommen. „Wenn wir dem folgen, würden wir die Partner aus dem Handwerk und viele andere, die seit langem mit unseren Stammdaten arbeiten, aus dem elektronischen Datenaustausch und Informationsmanagement ausgrenzen“, so Kny. Das könne nicht im Sinne eines zielgruppenorientierten Branchenportals sein.
Darüber hinaus kollidiert die Gründung der Gesellschaft unter den beschriebenen Voraussetzungen laut Kny mit der in der ARGE-Satzung verankerten Eigenständigkeit. Aber auch der im Vertragsentwurf enthaltene Punkt der Aufnahme von Nicht-ARGE-Mitgliedern auf den im Zuge der angestrebten Gesellschaftsgründung neu einzurichtenden Server erschwere eine Zusammenarbeit auf dieser Ebene. „Die Standards, die wir gemeinsam mit dem DGH erarbeitet haben, stehen jedoch jedem offen“, fügt Kny hinzu.
Die ARGE als Leistungsgemeinschaft und mit rund 80 Mitgliedern größte Organisation der Industrie in der SHK-Branche habe den Wunsch, die Datenversorgung in der klassischen Kunden-/Lieferanten-Beziehung weiter aufrecht zu halten. Hierzu zähle auch, einen Stammdatenserver des DGH mit Daten der Industrie aus einer Hand zu beliefern. Die eventuell daraus resultierenden zusätzlichen Aufwendungen fielen somit nicht zulasten der ARGE-Mitglieder.