Eine überaus positive Geschäftsentwicklung für dieses Jahr meldet der Hersteller Emco Klima.
Die Produktion des dezentralen Systemklimagerätes SKG läuft nach der erfolgreichen Markteinführung bei Emco Klima jetzt auf Hochtouren. Foto: Emco Klima
Hintergrund hierfür sind mehrere erfolgreiche Produkteinführungen wie das dezentrale Systemklimagerät und das Phase-Change-Material-Modul (PCM-Modul), das als erstes dezentrales Lüftungsgerät Latentwärmespeicher zur Kühlung von Gebäuden einsetzen könne.
Beim SKG habe der Markterfolg mehrere Gründe, wie Emco Klima Geschäftsführer Hellmuth Weiß mitteilt. Das Gerät wurde für die Installation im sichtbaren Bereich oder zum Einbau in Zwischendecken in Gaststätten, Gewerbebetrieben, Verkaufsräumen, Verwaltungen oder Rechenzentren konzipiert und lasse sich durch seine geringen Abmaße von 280 mm zum Beispiel über Eingangstüren auch nachträglich problemlos installieren. Sämtliche Funktionselemente (Sensoren, Aktoren) seien vollständig im Gehäuse integriert, so dass lediglich die elektrische Anschlussleitung sowie die Kalt- und Warmwasserversorgung über flexible Leitungen in das Gerät einzuführen sind. Trotz kompakter Maße könne das Gerät mit vielen Funktionen wie Luftkühlern und -erwärmern sowie Filtern und Schalldämpfern ausgerüstet werden. Es werde anschlussfertig mit Regelung und auf Wunsch auch inklusive Engineering angeboten. Ergänzen lässt es sich durch eine Luftverteilung mit dem Rundrohrsystem des Lingener Herstellers und den auf das Gerät abgestimmten Luftdurchlässen. Das Angebot als Komplettpaket soll das System auch für Handwerksbetriebe interessant machen, die einen Einstieg in das lukrative Geschäftsfeld der Lüftungstechnik suchen.
Diese Strategie gehe sehr gut auf, denn das SKG sei wegen der ergänzenden Leistungen besonders bei Handwerkern erfolgreich, die jetzt sehr kurzfristig auf einen konkreten Bedarf ihres Bauherren reagieren könnten. Viele Anfragen würden aber auch von Planern und Architekten kommen, für die vor allem die kompakte Bauweise ein wichtiges Argument ist.
Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Energiekostenentwicklung ist das große Interesse von Architekten, Planern, Investoren und Betreibern an den neuen PCM-Modulen zu sehen. In Verbindung mit einer zentralen Abluftentsorgung seien hier Klimakonzepte mit einem extrem niedrigen Energieverbrauch möglich. Die Latentwärmespeicher in den dezentralen Lüftungsgeräten würden nachts beim Durchströmen mit kühler Außenluft regeneriert, während tagsüber die Außenluft oder die Sekundärluft gekühlt werde. Die zentrale Abluftentsorgung ermögliche zusätzlich eine Nachtauskühlung des Gebäudes, so dass verhältnismäßig geringe Mengen des Speichermaterials ausreichten.
Unter Beweis gestellt habe das Verfahren seine Funktionstüchtigkeit zuerst bei einem Pilotprojekt in einem Verwaltungsgebäude in Hamburg. Der Vorstellung auf den Frühjahrsmessen als Neuheit seien jetzt bereits viele Anfragen und einige Aufträge gefolgt, wie Weiß berichtet. "Wir glauben, dass die Zeit für solche Technologien aufgrund der steigenden Energiepreise interessant ist. Viele Investoren zeigen sich sehr offen, weil sie nach Klimatisierungskonzepten suchen, die ihnen langfristig günstige Betriebskosten garantieren."
Die positive Geschäftsentwicklung hat dazu geführt, dass der Hersteller personell im Innen- und Außendienst aufgestockt hat. Ein neues Vertriebsbüro wurde in Hamburg gegründet, das mit Joachim Heinsch besetzt wurde, der langjährige Erfahrung aus der Klimatechnik bei unterschiedlichen Herstellern mitbringt. Speziell für die Produktbereiche Wintergarten-, Fenster- und Schalldämmlüftung wurde der Außendienst um zwei Mitarbeiter verstärkt: Dipl.-Ing. Rainer Weis betreut von Zeuthen bei Berlin aus die neuen Bundesländer und Wolfgang Drexler von Osna-brück aus die Region östliches Niedersachsen und Nordhessen.