Am vergangenen Freitag musste der Badhersteller Roman Dietsche GmbH & Co. KG nach ausbleibender Zahlung Insolvenz anmelden. Doch oberstes Ziel des Insolvenzverwalters und der Geschäftsführung ist die Weiterführung des Unternehmens.
Die Geschäftsführung der Roman Dietsche GmbH & Co. KG hat jüngst die Insolvenz des Unternehmens bekannt gegeben. Das Unternehmen wurde 1873 in Todtnau Aftersteg gegründet. Nachdem das Unternehmen bis Ende der 90iger Jahre sehr erfolgreich gemanagt wurde, war die Geschäftsentwicklung bis 2007 durchweg negativ.
Anfang 2005 sind die Herren Grossek und Witte ins Unternehmen eingestiegen. Ziel war es das Unternehmen schnell wieder in eine Wachstumsentwicklung zu bringen. Aufgrund der langen Listungszeiträume im europäischen Baumarkt, der strategischen Ausrichtung und der Sortimentsneuausrichtung hat der Erfolg zunächst auf sich warten lassen. Im Jahr 2007 hat Dietsche erstmals seit mehr als 10 Jahren eine positive Umsatzentwicklung aufzuweisen. Für 2008 ist aufgrund eingeleiteter Projekte und ein 2-stelliges Wachstum geplant.
Im Rahmen des Eintritts eines neuen Mehrheitsgesellschafters in 2007 wurde für Ende 2007 eine Kapitalerhöhung vereinbart. Der erste Teilbetrag wurde Ende vergangenen Jahres ins Unternehmen eingestellt. Der zweite Teilbetrag stand im Januar 2008 zur Einzahlung an.
Eine auswärtige Factoringgesellschaft hat vergangenen Freitag für Roman Dietsche völlig unerwartet große Probleme bereitet, da nach Auffassung der Gesellschafter ein unangemessener Druck auf die Gesellschafter sowie Geschäftsführung ausgeübt wurde. Vor diesem Hintergrund haben sich die Gesellschafter entschlossen kein weiteres Kapital ins Unternehmen zu geben.
Die ortsansässige Sparkasse Freiburg hat sich zu jeder Zeit sehr fair und kooperativ gezeigt und ist für die Geschäftsführer der Roman Dietsche immer ein offener Gesprächspartner gewesen.
Die Herren Grossek und Witte haben unmittelbar am 24.01. nach Bekanntgabe der Entscheidung, dass die Gesellschafter kein weiteres Kapital mehr in das Unternehmen bringen werden, den Antrag auf Insolvenz gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Herr Uwe Kaiser, von der Kanzlei Bücheler & Kollegen, betreut nun das Unternehmen.
Das oberste Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters und der Geschäftsführung ist es, dass Unternehmen fortzuführen und den Mitarbeitern den Arbeitsplatz zu sichern.
Bereits am Freitag, den 25.01. wurden viele Gespräche mit Kunden geführt. Die Roman Dietsche GmbH & Co. KG kann stolz auf seine Kunden sein. Für den Geschäftsführer Witte wurde der Bergriff Partnerschaft an diesem Tag neu definiert. Die meisten Kunden haben sofort ihre Unterstützung und Kooperation zugesagt.
Am Wochenende und Anfang kommender Woche werden 2 Alternativszenarien erstellt und mit den ortsansässigen Banken besprochen. Die Geschäftsführer hoffen, auf eine weiterhin positive Zusammenarbeit.