Die Malibu GmbH & Co. KG, Bielefeld, hat Linde Nippon Sanso (LNS), einem Unternehmen der Linde Group, einen Exklusivauftrag zur Lieferung von Gasen für die Herstellung von Solarzellen erteilt.
(von links): Konrad Kaiser, Geschäftsführer der Malibu GmbH & Co. KG, und Andreas Weishaupt, Business Development Manager Solar der Linde Nippon Sanso (LNS).
Weiterhin haben Malibu und Linde ein gemeinsames Entwicklungsprogramm für neuartige Gase-Technologien ins Leben gerufen, das zur Verbesserung des Wirkungsgrades der Solarzellen, des Anlagendurchsatzes in der Produktion sowie der Rentabilität beitragen soll.
Für den Einsatz der innovativen Dünnschicht-Technologie errichtet Malibu derzeit ein Werk zur Produktion von Photovoltaik (PV)-Modulen in Osterweddingen bei Magdeburg mit einer jährlichen Kapazität von 40 MW. Malibu ist ein Joint Venture zwischen Schüco, Spezialist für die Integration von Photovoltaik in modernste Metall-Glas-Fassaden, und der Düsseldorfer E.ON AG. Schüco und E.ON sehen ein großes Potential bei Büro- und Verwaltungsgebäuden, die über zahlreiche Flächen verfügen, die für die solare Stromerzeugung genutzt werden können. Ziel von Malibu ist, Dünnschichtmodule zu entwickeln und zu produzieren, die effizienter sind und ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis bieten.
„Dieser Vertrag ist für unser schnell wachsendes Photovoltaik-Geschäft strategisch sehr wertvoll“, sagte Dr. Aldo Belloni, Mitglied des Vorstands der Linde AG. „Auf Basis des Entwicklungsprogramms werden wir unsere Gase-Technologie gezielt weiter verbessern und dazu beitragen, die Kosten pro Watt in der Solarzellen-Produktion zu senken“, fügte Andreas Günther, Geschäftsführer von Linde Nippon Sanso, hinzu.
„Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit Linde, denn wir haben mit Linde - einem der größten und innovativsten Gasversorger - einen weiteren starken Partner in unserem Verbund aus Industrie, Universitäten und Forschungsinstituten zur Weiterentwicklung der Dünnschicht-Solartechnolgie gewonnen“, sagte Konrad Kaiser, Geschäftsführer der Malibu GmbH & Co. KG.
Der langfristig ausgerichtete Vertrag beinhaltet die direkte Belieferung von Stickstoff (N2), Wasserstoff (H2), Siliziumwasserstoff (SiH4), Stickstofftrifluorid (NF 3), Argon (Ar) und Helium (He). Da sich der Umfang der Fertigungsstätte erhöht, werden zusätzlich an Ort und Stelle Werke für N2, H2 und Fluor (F2) entstehen. Die schlüsselfertige Anlage beinhaltet ein vollständiges Gasverteilungsnetzwerk und ein Gasdetektionssystem. LNS wird zudem das Gase- und Chemikalien-Management vor Ort übernehmen.
Die Schüco International KG beschäftigt sich weltweit mit Gebäudehüllen. Die Produktpalette reicht von Aluminium-Fassadensystemen, die maßgeschneidert sind für Architekten, Solar-Thermie-Kollektoren und Photovoltaik-Modulen für den Privatwohnbau, Wintergärten, Aluminiumfenster und Türsystemen bis zu einem breit gefächerten Produktprogramm von Kunststoff-Fenstersystemen für Renovierungsmaßnahmen für Gebäude und für Neubauten. Das Unternehmen mit weltweit 4.700 Mitarbeitern erzielte in 2006 einen Jahresumsatz von 1,6 Mrd. EUR.